Mittwoch, 19.11.2025

Es ist inzwischen so beschissen kalt, dass man wirklich froh sein kann, nicht draußen unterwegs sein zu müssen.

  • In solchen Momenten weiß ich wieder ganz genau, warum der Süden Europas immer mein Zuhause gewesen ist.
  • Und dann liege ich heute schwer krank hier in dieser scheiß Eifel und friere mir wortwörtlich den Arsch ab.
  • Es wird Zeit, dass ich endlich wieder fit werde, auch wenn das zurzeit aktiv durch das Betreuungsgericht in Düren verhindert wird – aber dazu komme ich ein andermal.

“Ein Start in den Tag mit Petra und ersten Aufgaben”

  • Um 8 Uhr habe ich mit meiner besten Freundin Petra geplaudert.
  • Danach habe ich meine Facebook-Freundinnen und Freunde mit lustigen Videos bespaßt und auch schon zwei E-Mails beantwortet.
  • Und auch wenn mich morgens die Küche mit dem ganzen Krach und der Randale regelmäßig wütend macht, muss ich zugeben:
  • Sie machen einen guten Job.
  • Auch heute wurde ich nicht vergessen, nur kam das Frühstück eben etwas später als gewohnt.

“Frühstück zwischen Süße, Schärfe und geschmolzener Margarine”

  • Wie jeden Morgen gab es eine Tasse heißen schwarzen Kaffee.

  • Dazu zwei frische, halbe, warme Brötchen, die ich mit gut gekühlter Margarine geschmiert habe.
  • Natürlich ist sie sofort geschmolzen.
  • Auf der linken Brötchenhälfte sieht man meine aromatische Erdbeermarmelade, die ich mit zwei Scheiben Gouda abgedeckt habe.
  • Rechts – auch wenn es auf dem Foto verdeckt ist – liegt das zweite halbe Brötchen, geschmiert mit aromatischem Schmierkäse und belegt mit zwei Scheiben Lachsschinken.

Den habe ich mit Löwensenf verfeinert und zusätzlich mit Tabasco beträufelt.

  • Dieses Zusammenspiel von Süße, Säure und Schärfe liebe ich einfach.

“Vormittag zwischen E-Mails, Facebook und Staub”

  • Nach dem Frühstück habe ich weitere E-Mails beantwortet, was wirklich nervig sein kann.
  • Zwischendurch wieder ein kleines Gespräch mit Petra.
  • Dann habe ich, wie jeden Tag, meine Facebook-Freundinnen und Freunde betreut – allein das Wort „Betreuung“ klingt da schon lustig.
  • Einige wundern sich sogar, dass ich politisch nichts mehr mache.

Aber ganz ehrlich:

  • Ich habe schlicht und einfach die Nase voll.
  • Wir kleinen Leuchten ändern sowieso nichts in diesem riesigen Universum.

Was ich heute wieder feststellen musste:

  • Hier in der Bude ist es unheimlich staubig.
  • Mittlerweile muss ich alle drei bis vier Tage mein Laptop-Gehäuse säubern.
  • Und dann wundert man sich ernsthaft, dass die Geräte hier reihenweise den Geist aufgeben.

“Mittagessen und ein Lob an die Küche”

  • Irgendwann ist auch der Vormittag vorbei und das Mittagessen steht auf dem Tisch.
  • Und ich bin schon wieder froh, dass man mich nicht vergessen hat.

 

  • Als Dessert gab es gut gekühlte Buttermilch mit Pfirsichgeschmack.

  • Die Suppe war eine pürierte Erbsensuppe, da man weiß, dass ich seit meinem zweiten schweren Herzinfarkt Probleme mit den Zähnen habe.
  • Solange ich hier in diesem Irrenhaus bin, wird sich das wohl auch nicht ändern.

Ich betone es immer wieder:

  • Die Küche macht einen guten Job und das Pflegepersonal – selbst wenn es auf einer Düse läuft – ist ebenfalls freundlich und bemüht.

Das Einzige, was ich seit Kurzem nicht mehr mache:

  • Ich lasse keine Pflegerinnen mehr zu mir, sondern nur noch Pfleger, damit es nicht wieder zu irgendwelchen Gerüchten kommen kann.
  • Vorbeugen ist besser als Bohren, sagt man nicht ohne Grund.

“Hauptgericht und Ruhezeit”

  • Als Hauptmahlzeit gab es ein Hähnchen-Cordon-Bleu, in Pankomehl ausgebacken – außen schön kross und innen saftig.
  • Dazu gab es Kartoffelkroketten mit einer Champignonsoße und einen kleinen gemischten Salat aus Erbsen und jungen Möhren in einer Béchamelsosse.

Unmittelbar nach dem Mittagessen fand die Pflege statt.

  • Danach habe ich es mir nicht nehmen lassen, drei Stunden zu schlafen, denn zurzeit ist es im Haus wirklich angenehm ruhig.
  • Später habe ich wieder mit Petra geplaudert und meine Facebook-Freundinnen und Freunde ins betreute Lachen verwiesen, denn die Videos sind wirklich immer wieder knuffig.
  • Eine weitere E-Mail habe ich auch noch geschrieben.

“Abendessen und der Ärger über Plastik!”

  • Und dann war schon wieder Abendessen da.

  • Als Getränk gab es gut gekühlte Buttermilch mit Erdbeergeschmack.

  • Eine Schale Kirschtomaten – ebenfalls gut gekühlt.

Aber man lernt es hier einfach nicht:

  • Plastik, wohin man sieht, und schlimmer noch – die Schale war beschädigt und man konnte sich dran verletzen.

Also habe ich sie entsorgt.

  • Und es geht mir am Arsch vorbei, was man hier darüber denkt.

 

  • Zum Abendessen selbst gab es eine Scheibe frisches Weißbrot, die ich wieder mit gut gekühlter Margarine geschmiert habe.
  • Darauf verteilt lagen drei Scheiben Lachsschinken, verfeinert mit Löwensenf und Tabasco.

Danach habe ich kurz mit Petra und ihrer Enkelin gesprochen, die dann direkt ins Bett geschickt wurde.

  • Wie immer hat sie gemeckert, weil sie nicht mit mir reden durfte – aber wenn sie Mist gebaut hat, rede ich eben nicht mit ihr.
  • Petra und ich haben danach noch kurz über dies und jenes gesprochen, unter anderem über die ganzen Missstände, die hier herrschen.

“Der Schmerz über beschädigtes und verlorenes Eigentum”

  • Alleine wenn man sieht, wie hier mit dem Eigentum kranker Menschen umgegangen wird – das ist einfach nur zum Kotzen.
  • Als ich am 01.09.2025 endlich mein Eigentum gesehen habe, nachdem ich seit Juli 2023 hier lebe, habe ich bitterlich geweint.
  • Und das mit 63 Jahren.

Ich kann Kindern nur raten:

  • Wenn eure Mutter oder euer Vater sich nicht mehr selbst helfen kann, sucht euch bitte ein vernünftiges Alten- oder Pflegeheim aus – aber nicht die Firma Schuch GmbH in Nideggen.

“Ausblick auf den nächsten Tag”

  • Was der nächste Tag bringt, weiß ich natürlich noch nicht.

Aber eines weiß ich jetzt schon:

  • Ich muss mich dringend um eine Anwaltskanzlei kümmern, die meine Rechte vertritt.
  • Und das wird alles andere als einfach.
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1 thoughts on “Mittwoch, 19.11.2025”

  1. Es ist schade und nervendaufreibend eine passende Anwaltskanzlei zufinden. Warum können sich diese Anwälte nicht zusammentun …
    Es ist ärgerlich, das ein Journalist wie Günter Wallraff auf ein Feedback bitte und wenn man es gibt und um Hilfe bittet, sich nicht meldet. Da kommen bei mir böse Gedanken. Wie zum Beispiel, das er mit Schuch unter eine Decke steckt.

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