Sonntag, 11.01.2026

Ein Tag, der einfach nur nervt!

  • Es gibt diese Tage, an denen man schon beim Aufwachen merkt, dass alles zäh wird, und dieser Sonntag war genau so einer.

Wenn ich ehrlich bin, habe ich zurzeit absolut null Bock, mein Tagebuch zu pflegen.

  • Trotzdem habe ich mir fest vorgenommen, das konsequent durchzuziehen, egal wie sehr es mich nervt.
  • Die letzte Nacht war wie so viele davor geprägt von Schlaflosigkeit und Arbeit, der Kopf ständig an, der Körper müde, aber Ruhe wollte einfach nicht einkehren.

Genau in solchen Momenten höre ich meine langjährige Freundin Petra und meine Oma fast gleichzeitig in meinem Kopf.

  • Petra würde meiner Oma sofort zustimmen, wenn sie sagt, dass es kein größeres Leid gibt als das, was man sich selbst andeit (antut) – vor allem dann, wenn man es für Leute macht, die kein Platt können und einen am Ende doch nicht verstehen wollen.

“Webseiten, Wahnsinn und warum es heute wieder Spaß macht”

  • Ich erinnere mich noch gut an Zeiten, da habe ich selbst gesagt, dass die vielen Webseiten der absolute Wahnsinn sind.

Damals lagen sie noch bei Strato in Berlin, und vieles war komplizierter, langsamer und nerviger.

Heute bin ich bei einem anderen Webhoster, und das merkt man in jeder Minute Arbeit.

  • Ein Webhoster ist im Grunde ein Dienstleister, der Speicherplatz und Technik bereitstellt, damit Webseiten im Internet erreichbar sind.
  • Er sorgt dafür, dass die Daten auf Servern liegen, rund um die Uhr abrufbar sind und möglichst schnell geladen werden.
  • Wenn der Support stimmt, die Server schnell sind und das Ganze bezahlbar bleibt, dann macht Arbeiten plötzlich wieder Laune.

Genau das ist jetzt der Fall.

  • Der Kundensupport ist deutlich besser, die Server, auf denen meine Webseiten gehostet werden, sind um ein Vielfaches schneller, und das Ganze kostet mich deutlich weniger als früher.
  • Das motiviert, auch wenn die Nächte kurz sind.

“Morgenrituale, gute Manieren und ein bisschen Normalität”

  • Irgendwann geht jede Nacht vorbei, auch diese.
  • Wie jeden Morgen um 8 Uhr begrüße ich zuerst Petra und ihre Enkelin, denn das gehört mittlerweile bei uns dreien einfach zum guten Ton.

Danach folgen meine Facebook-Freundinnen und -Freunde mit einem lustigen Video, ein kleines Ritual, das mir selbst ein Lächeln ins Gesicht zaubert.

  • Ich lehne mich dann noch einmal kurz zurück, warte auf das Frühstück und freue mich darüber, dass ich heute zumindest nicht vergessen worden bin.
  • Doch kaum war es da, ging mir schon wieder etwas tierisch auf den Sack.

“Alufolie, Plastik und warum das kein kleiner Aufreger ist”

  • Das Frühstück ging komplett zurück, weil wieder diese verdammte Aluminiumfolie um die Brötchen gewickelt war und zusätzlich Plastikfolie um den Teller.

  • Das passte natürlich niemandem in der Küche, und dieses Mal stand sogar der Küchenchef Heinz persönlich vor mir und wollte wissen, was der Zirkus soll.

Ich habe ihn gefragt, ob er überhaupt weiß, was er tut, wenn er bei einem Menschen mit Herzinsuffizienz und Niereninsuffizienz so sorglos mit Aluminium- und Plastikverpackungen umgeht.

  • Herzinsuffizienz bedeutet, dass das Herz nicht mehr in der Lage ist, den Körper ausreichend mit Blut und Sauerstoff zu versorgen.

Niereninsuffizienz heißt, dass die Nieren ihre Filterfunktion nicht mehr richtig erfüllen können und Schadstoffe schlechter ausgeschieden werden.

  • Gelangen Mikropartikel von Aluminiumfolie oder Plastik in den Organismus eines ohnehin kranken Menschen, können sie den Stoffwechsel zusätzlich belasten, Entzündungen fördern und Organe weiter schädigen, die ohnehin schon am Limit arbeiten.

Die Diskussion wurde lauter, ich habe klar gesagt, dass sich das Gesundheitsamt oder die Verantwortlichen der Firma Schuch GmbH gern persönlich bei mir melden können.

  • Als dann der Spruch fiel, dass man nicht die Hand beißt , die einen füttert, habe ich deutlich widersprochen.
  • Hier wird nicht auf den einzelnen Menschen geachtet, sondern vor allem auf die Kohle, die reinkommt. Punkt.

“Ein Frühstück, wie es sein sollte”

  • Am Ende ging es dann doch, unverpackt und vernünftig.
  • Zwei halbe, frische, warme Brötchen lagen vor mir.
  • Ich habe sie mit Kerrygold Butter bestrichen.

  • Auf dem linken halben Brötchen habe ich gut gekühlte Wurst, verfeinert mit Löwensenf gelegt.
  • Auf der rechten Seite lag gekochter Schinken, bedeckt mit einer kühlen Scheibe Schweizer Käse.
  • Wie jeden Sonntag gab es Eier, und diesmal habe ich mich für zwei normale Eier entschieden, natürlich mit Salz, Pfeffer und einem Spritzer Maggi.

  • Dazu eine Tasse heißer schwarzer Kaffee, genau so, wie er sein muss.

Mit Petra habe ich den Vorfall noch einmal besprochen, und auch sie war fassungslos.

  • Danach habe ich mich erst einmal eine gute Stunde zurückgelehnt, die Nacht war schließlich lang gewesen.

“Arbeit, Nachrichten und ein kurzer Gruß aus Paris”

  • Nach der Pause ging es wieder an die Webseiten.
  • Zwischendurch habe ich immer wieder mit Petra über WhatsApp geplaudert.

Dann kam auch eine Nachricht von meiner neuen Freundin, nur kurz, aber sie reichte, um zu wissen, dass es ihr gut geht in Paris.

  • Leider kommen im Moment nur wenige Nachrichten, weil sie den falschen Tarif gebucht hat und es sonst zu teuer würde.
  • Trotzdem tat dieser kurze Gruß unglaublich gut.

“Mittagessen mit Suppe, Spieß und Genuss”

  • Irgendwann war der Vormittag vorbei, und hätte ich nicht geklingelt, hätte man mich wohl wieder vergessen.
  • Das Mittagessen entschädigte dann aber für einiges.

Es gab eine fantastische Flädlesuppe.

  • Flädlesuppe ist eine klassische süddeutsche Suppe, bei der dünne Pfannkuchen, die sogenannten Flädle, in feine Streifen geschnitten und in einer kräftigen Rinder- oder Gemüsebrühe serviert werden.
  • In die Brühe kommen meist Karotten, Lauch, Sellerie und Zwiebeln, dazu Kräuter wie Petersilie und Schnittlauch.
  • Die Kochzeit ist überschaubar, etwa 30 bis 40 Minuten, wobei die Pfannkuchen separat gebacken und erst zum Schluss in die heiße Brühe gegeben werden.

Das Hauptgericht war ein Putenfleischspieß, ähnlich einem Schaschlikspieß.

  • Der Unterschied liegt vor allem im Fleisch und in der Würzung.

  • Während ein klassischer Schaschlikspieß oft aus Schweinefleisch besteht und stark paprika- und Zwiebel betont ist, wird ein Putenspieß leichter gewürzt, meist mit Paprikapulver, Knoblauch, etwas Thymian, Oregano, Salz und Pfeffer.
  • Wichtig ist, das Fleisch vorher kurz zu marinieren und bei hoher Hitze scharf anzubraten, damit es außen knusprig und innen saftig bleibt.
  • Dazu gab es eine fantastische Paprikasoße, etwas Reis, den ich aber links liegen ließ.

  • Dazu gab es einen frischen Tomatensalat mit tollem Dressing.

  • Als Dessert kam ein gut gekühlter Becher grüner Wackelpudding.
  • Ich musste lachen, als Petras Enkelin meinte, genau das hätten sie gerade auch.

“Schlaf, Vergessenwerden und trotzdem weitermachen”

  • Nach dem Mittagessen habe ich gut drei Stunden geschlafen.

Natürlich hat man mich bei der Pflege mal wieder vergessen, was hier mittlerweile fast schon zum guten Ton gehört.

  • Die Firma Schuch GmbH ist chronisch unterbesetzt, und das merkt man jeden Tag.
  • Das hat nichts damit zu tun, dass ich seit dem Vorfall vom 04.09.2025 keine Pflegerin mehr haben möchte.
  • Danach habe ich noch eine Stunde an meinen Webseiten gearbeitet, wieder mit Petra geschrieben und meine Facebook-Freundinnen und -Freunde mit einem weiteren lustigen Video versorgt.

“Abendbrot zwischen Butter, Brot und Videogespräch”

  • Auch der Nachmittag ging irgendwann vorbei, und dieses Mal hat man mich ausnahmsweise nicht vergessen.
  • Es gab eine Scheibe frisches Weißbrot, dazu zwei Scheiben gut gekühlte Salami und zwei Scheiben holländischen Käse.

  • Das Weißbrot habe ich mit Kerrygold-Butter aus meinem eigenen Bestand bestrichen, den Belag aufgelegt und das Brot in zwei Hälften geteilt.

  • Auf jede Hälfte kam dann noch eine Scheibe Pumpernickel.

Der Unterschied zwischen normalem Schwarzbrot und Pumpernickel liegt vor allem in der Herstellung.

  • Schwarzbrot wird aus Roggenmehl gebacken und hat eine relativ kurze Backzeit.
  • Pumpernickel hingegen besteht aus grob geschrotetem Roggen und wird sehr lange bei niedriger Temperatur gebacken, oft bis zu 16 Stunden.
  • Dadurch bekommt es seine dunkle Farbe, den leicht süßlichen Geschmack und ist besonders gut verträglich.

Beim Abendessen habe ich dann mit meiner neuen Freundin per Videochat über Microsoft Teams gesprochen.

  • Videochat bedeutet, dass man sich über Internetverbindung nicht nur hören, sondern auch sehen kann, live und in Echtzeit, egal wo man gerade ist.

  • Sie saß in einer kleinen Bar in Paris, und dieser Anblick geht mir nicht mehr aus dem Kopf.
  • Elegant, zierlich, einfach wunderschön.

  • Dazu gab es noch einen Fruchtzwerg, bei dem ich den Pfleger grinsend fragte, ob das eine Anspielung sei, was er verneinte.

 

  • Es gab einen Becher gut gekühlte Buttermilch mit Aprikosengeschmack.

“Gedanken an die Zukunft und klare Worte zum Schluss”

  • Nach dem Abendessen habe ich noch kurz mit Petra gesprochen und mich dann wieder an die Arbeit gemacht.

Ich habe beschlossen, künftig auch selbst Webhosting-Pakete anzubieten.

  • Wenn ich eigene Domain-Pakete schnüren und verkaufen kann, bedeutet das, dass ich komplette Angebote aus Domain, Speicherplatz, E-Mail und technischer Betreuung zusammenstelle und dafür Geld verdiene.
  • Das ist wichtig, denn ich lebe aktuell am Existenzminimum.

In der Vergangenheit habe ich mein Geld lieber in die Familie gesteckt, statt in meine Rente.

  • Für meine verstorbene Tochter Samantha habe ich damals ein Penthouse in Houston gekauft und ihre Ausbildung finanziert, weil für mich immer galt:
  • Zuerst die Familie, dann ich.

Auch wenn dieser Sonntag insgesamt ganz ordentlich verlief, sehe ich mich gezwungen, andere zu warnen.

Dazu stehe ich.

  • Ich erlebe hier jeden Tag, was abgeht.
  • Die Suche nach einem besseren Heim werde ich jetzt vorantreiben, denn am Montagmorgen muss ich mich in Mettmann bei Düsseldorf melden und einiges klären.

Was das Betreuungsgericht in Düren dazu sagt, ist mir dabei ehrlich gesagt vollkommen egal.

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1 Gedanken zu “Sonntag, 11.01.2026”

  1. Mit den Jahren habe ich auch meine Erfahrungen mit den Ämtern gemacht und ich bedauere es sehr, das ich nicht in der Nähe bin.

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