Ein Tag, der eigentlich keiner werden sollte!
- Der gestrige Tag war einer dieser Momente, an denen ich mir selbst eingestehen musste, dass einfach nichts ging und ich partout keinen Bock hatte, irgendetwas zu erledigen.
- Schon gar nicht das Tagebuch!
Also begann der Morgen erst einmal mit einer Tasse Cappuccino, denn ohne ein kleines Zückerchen läuft bei mir gar nichts, auch wenn uns in naher Zukunft vermutlich genau das fehlen wird.

- Wer mein Tagebuch regelmäßig liest, weiß längst, dass ich aktuell intensiv auf der Suche nach einem neuen Alten- und Pflegeheim im Großraum Düsseldorf bin, und mit diesem Gedanken begann mein verspäteter Sonntag.
Ein neuer Morgen, ein neuer Anfang!
- Ich habe mir felsenfest vorgenommen, ab sofort jeden neuen Tag wie einen Neuanfang zu betrachten – ob man will oder nicht, das Leben startet jeden Morgen neu.

- Dazu habe ich sogar eine Grafik erstellt, die mir das immer wieder vor Augen halten soll.
Und ganz egal, ob es dem Betreuungsgericht in Düren passt oder nicht:
- Ab heute, also Montag Morgen, werde ich mich bei mehreren Alten- und Pflegeheimen in Düsseldorf bewerben.
- Irgendwann kommt der Punkt, an dem man die Reißleine ziehen muss.
- Nach über fünfeinhalb Jahren im Pflegebett ist es Zeit, wieder aufzustehen, mich mit Ämtern, Behörden und Krankenkasse anzulegen und mein Leben zurückzuholen.
“Ein verschlafener Gruß und ein gewohntes Frühstück”
- Wie jeden Morgen habe ich mich um 8 Uhr mit Petra über WhatsApp unterhalten.
- Ich habe sofort gehört, dass sie verschlafen klang – mir entgeht so etwas einfach nicht.
Um 8:45 Uhr gab es dann wie gewohnt mein Frühstück.

- Eine Tasse heißer schwarzer Kaffee.

- Zwei warme frische Brötchen mit guter Butter, eines belegt mit gut gekühltem Gouda und Salami und verfeinert mit Knoblauchcreme und Tomatenketchup.
- Das andere mit Leberwurst und Düsseldorfer Mostert.
- Dazu wie immer mein heiß geliebtes Ei, diesmal als Rührei, gewürzt mit Salz, Pfeffer und Maggi.
Auch wenn die Kleine gerade nicht da ist, schicke ich ihr täglich Fotos über Petras WhatsApp, sonst meckert die kleine Zicke am Ende noch.
“Arbeiten trotz allen Widerstands”
- Dass ich die ganze Nacht an einer neuen Internetseite gearbeitet habe, habe ich Petra lieber verschwiegen – sonst gäbe es Ärger durchs Telefon, denn sie meint ständig, ich würde mich überarbeiten.
Aber ich muss aktiv bleiben, auch wenn es nur vom Pflegebett aus ist.
- Ich bin Unternehmer gewesen, und wenn ich nichts mehr zu tun hätte, würde mein Kopf vermutlich eher Schaden nehmen als zur Ruhe kommen.
Die neue Webseite dreht sich um das kommende Jahr.
Wenn alles klappt wie geplant, bin ich ab Mitte nächsten Jahres wieder so fit, dass ich mir nicht nur eine eigene Wohnung zutraue, sondern sogar darüber nachdenke, eine kleine Band aufzustellen.
Es wäre ein Griff nach den Sternen, aber warum nicht?
- Das Projekt dreht sich um Oldies der 60er, 70er, 80er, 90er und 2000er – für sowas braucht man Zeit und natürlich Musikerinnen und Musiker.
“Mittagessen zwischen lautem Geschirr und Verantwortung”
- Der Vormittag ging wie immer schnell vorbei, und pünktlich wurde das Mittagessen serviert.
- Die Küche hier ist laut, da mein Zimmer direkt an der Tür liegt, die zum Küchenbereich führt.
In den letzten Tagen fällt viel kaputtes Porzellan an, doch ich werfe jedes defekte Stück sofort weg, damit sich niemand daran verletzt.

- Es gab eine fantastische heiße Suppe, voll Gemüse, Kräutern und unzählige Markklößchen.
Markklößchen werden aus Rinderknochenmark, Semmelbröseln, Eiern, Petersilie, Salz, Pfeffer und Muskat hergestellt.
- Das Knochenmark wird zuerst ausgelassen, dann mit den Semmelbröseln und dem Ei vermengt, mit den Kräutern verfeinert und zu kleinen Kugeln geformt.
- Diese müssen etwa zehn Minuten in leicht siedender Brühe gar ziehen, damit sie schön locker bleiben und nicht zerfallen.

- Als Hauptmahlzeit gab es ein fantastisches Stück Schweinefleisch, außen kross, innen butterzart mit einem saftigen kleinen Fettrand.
Genau dieser Fettrand ist wichtig, denn erst durch ihn bleibt das Fleisch beim Braten saftig.
- Das scharfe Anbraten verschließt die Poren, sorgt für Röstaromen und verhindert, dass das Fleisch austrocknet.
- Wer den Fettrand entfernt, riskiert, dass das Fleisch zäh wird und seinen Geschmack verliert.

- Zum Dessert folgte ein gut gekühlter Becher Waldfrucht Joghurt mit verschiedenen Beeren.
“Schlafen konnte ich danach nicht, denn die Pflege fand statt.”
- Gedanklich bin ich längst durch mit der damaligen Pflegerin – verarschen lasse ich mich kein zweites Mal, auch nicht von der besten Freundin meiner verstorbenen Tochter.
“Erste Schritte auf der neuen Webseite und ein erfreulicher Schreck”
- Nach der Pflege habe ich den ersten Beitrag auf der neuen Seite geschrieben.
Zwischendurch bin ich regelrecht erschrocken, weil die Besucherzahlen auf „Spanien entdecken – leicht gemacht“ explodieren.
- Zum Glück ist der Traffic inklusive!
Am 28.12.2025 waren über 1800 Leserinnen und Leser dort.
- Seit dem Start am 07.12.2025 – also insgesamt 22 Tage – wurden 17.493 Besucher gezählt.
- Der tägliche Durchschnitt beträgt deshalb rund 795 Besucher pro Tag.
Eine beeindruckende Zahl, aber ich habe Spanien eben nicht nur bereist, ich war seit fast 30 Jahren dort zuhause.
- Ich kenne praktisch jeden Baum an der Grenze zwischen Frankreich und Spanien.
- Ich bin – ohne Übertreibung – Spanien-Spezialist.
“Abendessen, das beinahe vergessen wurde”
- Der Nachmittag verging, und ich muss zugeben, dass ich Petra etwas vernachlässigt habe, da wir sonst viel mehr schreiben.
Um 19:15 Uhr gab es Abendessen, und hätte ich nicht geklingelt, wäre ich wie so oft vergessen worden.

- Es gab eine gut gekühlte Scheibe Weißbrot mit Margarine.
- Eine Hälfte belegte ich mit Pfirsichmarmelade und zwei Scheiben Käse, die andere mit Kochschinken, Knoblauchcreme und Tomatenketchup.
- Die Pflegerin teilte mir dann auch noch mit, dass keine Buttermilch mehr da sei.
Ich sagte nur scherzhaft:
- „Dann soll der Koch seinen Hintern bewegen und einkaufen fahren, Rewe hat noch auf!“

- Als Ersatz machte ich mir eine Tasse Cappuccino.

- Zusätzlich gab es vier Becher gut gekühlten Fruchtjoghurt.
“Ein Abend zwischen Arbeit und klaren Warnungen”
- Nach dem Essen habe ich mich wieder mit Petra unterhalten und anschließend weiter am neuen Projekt gearbeitet, bis der erste Beitrag online war.
- Nach ihrer Verabschiedung habe ich noch Feineinstellungen vorgenommen.
Obwohl der Tag gut lief, muss ich wie jeden Tag der letzten Wochen erneut warnen:
- Kindern rate ich dringend davon ab, ihre Eltern in dieses Pflegeheim der Schuch GmbH in die Eifel zu bringen.
Hier ist man nur eine Nummer im System.
- Und ich bin froh, wenn ich endlich in einem anderen Heim unterkomme und meine Pläne so durchziehen kann, wie ich es mir vorgenommen habe.

Ja, ich geniesse grad mal die Ruhe und vernachlässigt fühle ich mich nicht, denn ich habe mal ausgiebig geschlafen. Das tat sehr gut.
Ja, stimmt. Mit jedem erwachen am Morgen, fängt das Leben neu an und eine Fortsetzung beginnt.
Aus eigner Erfahrung weiß ich, dass auch das Gehirn kleine Entspannungsphasen brauchte.
Darum meckere oder erinnere ich Jaky daran, das er auch mal was anderes macht.