”Es war eine Nacht wie viele in den vergangenen Monaten”
- Still, zäh, eintönig – und dennoch nagte sie an den Nerven.
- Irgendwann zwischen Musik im Hintergrund und kreisenden Gedanken ploppte die erste E-Mail auf.
- Ich sollte wieder diverse Einstellungen meiner Webseiten prüfen, anpassen und aktualisieren.
”Kurz darauf folgte die nächste Nachricht”
- Mehrere Plugins müssten dringend überarbeitet und neu installiert werden.
“Plugins”
- Plugins sind bei einer WordPress-Webseite kleine, eigenständige Erweiterungsmodule, die zusätzliche Funktionen bereitstellen, ohne dass der Kern der Webseite verändert werden muss.
- Technisch greifen sie über definierte Schnittstellen – sogenannte Hooks und Filter – in die Abläufe der Seite ein.

- Es gibt zehntausende frei verfügbare und kostenpflichtige Plugins für Suchmaschinenoptimierung, Sicherheit, Backups, Kontaktformulare, Shopsysteme, Bildkomprimierung, Caching und vieles mehr.
- Jedes Plugin bringt eigenen Code, eigene Datenbanktabellen und eigene Updatezyklen mit.
- Werden sie nicht regelmäßig gepflegt, entstehen Sicherheitslücken, Inkompatibilitäten mit neuen WordPress-Versionen oder Performanceprobleme.
- Genau deshalb sind diese Hinweise per E-Mail zwar lästig, aber technisch absolut notwendig.
- Leise lief währenddessen wie jede Nacht das Programm von Waipu.tv im Hintergrund.
“Waipu.TV”
- Waipu.tv ist ein deutscher IPTV-Streamingdienst, der klassisches Fernsehen über das Internet überträgt.
- Statt Satellit oder Kabel werden die Sender als Datenstrom über die Internetleitung geliefert.
- Das Angebot umfasst Live-TV, Aufnahmefunktionen in einer Cloud, Timeshift, Restart-Funktionen und den Zugriff über Smart-TV, Smartphone, Tablet oder Browser.
- Technisch basiert das Ganze auf adaptivem Streaming, wodurch sich die Bildqualität automatisch der Bandbreite anpasst.
- Für mich ist es nachts einfach eine ruhige akustische Begleitung.
- Gerade deshalb, da ich seit über 6 ½ Jahren schwer erkrankt und im Pflegebett liegen muss.
- Als es draußen langsam hell wurde und die Uhr auf 8 Uhr zusteuerte, begann der gewohnte Morgen.
“Es ist 8 Uhr”
- Zuerst grüßte ich meine langjährige Freundin Petra und ihre Enkelin.
- Danach ein Blick auf Facebook, was die Freundinnen und Freunde so treiben.
- Einen Facebook-Kontakt musste ich leider entfernen, weil er partout nicht verstanden hat, dass ich den Messenger auf meinem Handy nicht installiert habe.
“Der Messenger”

- Der Facebook Messenger ist eine eigenständige Nachrichten-App von Meta Platforms, die ursprünglich aus der Facebook-Chat-Chat-Funktion entstanden ist.
- Heute ist es ein vollwertiger Instant-Messenger mit Text-, Sprach-, Video- und Gruppenkommunikation, Dateiübertragung, Ende-zu-Ende-Verschlüsselung (optional), sowie der Möglichkeit, plattformübergreifend zu kommunizieren.
- Viele Nutzer gehen selbstverständlich davon aus, dass jeder ihn installiert hat – was aber keineswegs der Fall sein muss.
”Ein weiterer Blick in meine E-Mail-Postfächer zeigte das gewohnte Bild”
- 5 Nachrichten sinnvoll beantwortet, der Rest war Spam.
“Spam-Mails”
- Spam-Mails sind automatisiert versendete Massennachrichten, meist mit werblichen, betrügerischen oder schädlichen Inhalt.

- Sie entstehen durch Bots, gekaufte Adresslisten oder gehackte Server.
- Typisch sind Phishing-Versuche, falsche Rechnungen, Gewinnversprechen oder Schadsoftware-Anhänge.
- Moderne Mailserver arbeiten deshalb mit Spam-Filtern, Blacklists, Heuristiken und KI-gestützter Erkennung, um diese Flut auszusortieren – ganz verhindern lässt sie sich dennoch nicht.
- Irgendwann wich der Frust dem Frühstück.
“Das Frühstück”
- Eine Tasse heißer schwarzer Kaffee.

”Zwei frische halbe Brötchen, die ich mit Kerrygold-Butter bestrichen habe”
- Links Erdbeerkonfitüre und eine Scheibe holländischer Käse.

- Rechts Leberwurst, verfeinert mit Gewürzketchup mit Currygeschmack und Mayonnaise.
- Danach wurden Fotos ordentlich beschriftet und auf den Server hochgeladen.
- Eine halbe Stunde später stand die Pflege an.
- Zwischendurch habe ich immer wieder mit Petra über WhatsApp gesprochen
”Emilia”
Ich habe seit einigen Wochen eine neue Freundin mit dem Namen Emilia.
- Emilia, die in der Modebranche arbeitet und sich hin und wieder meinen Rat einholt.
- Gegen Mittag freute ich mich ehrlich über das Essen.
“Es ist 11 Uhr”
- Es gab zwei Spiegeleier mit Bratkartoffeln, gewürzt mit Salz, Pfeffer, Gewürz-Ketchup mit Curry-Geschmack und Mayonnaise.

- Dazu ein gemischter Salat.

- Eine heiße Spargelcremesuppe.

- Als Dessert ein gut gekühlter Milchreis von Müller (Molkerei) mit Vanillegeschmack.

- Auch hiervon wurden wieder Fotos gemacht, beschriftet und hochgeladen.
“Der Webserver”
- Ein Webserver ist im Kern ein dauerhaft laufender Rechner, der über das Internet erreichbar ist und Webseiten, Bilder, Datenbanken und Dateien ausgeliefert.
- Er nutzt Protokolle wie HTTP oder HTTPS, beantwortet Anfragen von Browsern und stellt Inhalte in Millisekunden bereit.
- Früher hatte ich dafür ein Paket bei Strato in Berlin, doch inzwischen betreibe ich einen eigenen Server bei einem günstigeren Anbieter.
“Webhosting”
- Webhosting in Eigenregie bedeutet, dass man die volle Kontrolle über Betriebssystem, Webserver-Software (z. B. Apache oder Nginx), Datenbanken, Sicherheitskonfigurationen, Backups und Domains hat.

- Man kann beliebig viele Webseiten betreiben, Ressourcen selbst zuteilen, Kosten optimieren und zusätzliche Projekte aufsetzen.
- Es erfordert allerdings technisches Verständnis für Serveradministration, Sicherheit, Updates und Netzwerktechnik.
”Da ich vor Jahrzehnten schon eigene Server betrieben habe, ist natürlich reichlich Erfahrung vorhanden”
- Da ich die Nacht durchgearbeitet hatte, schlief ich am Nachmittag einige Stunden tief und fest.
“Es ist 18 Uhr”
- Gegen 18 Uhr folgte das Abendessen.

- Es gab Erdbeer-Buttermilch.

- 2 Gurkenstreifen
”Zwei Eiweiß Schnitten, die ich wiederum mit Kerrygold-Butter bestrichen habe”
Einmal herzhaft mit Wurst und Sauce.

- Einmal süß mit Konfitüre und Käse.
- Auch hier habe ich wieder die Fotos vernünftig beschriftet und auf den Server hochgeladen.
- Später wünschte ich Petra und ihrer Enkelin eine gute Nacht, warf noch einen Blick auf Facebook und kam wie so oft zu meinem abendlichen Gedanken.
“Mein Hinweis”
- Wer das hier liest und noch Mutter oder Vater hat, sollte sich rechtzeitig Gedanken über ein gutes Alten- und Pflegeheim machen – möglichst in der Nähe, mit regelmäßigem Kontakt, mit Gesprächen mit
”Unterhaltet euch bitte mit den Bewohnerinnen und Bewohnern”
- Gute Einrichtungen geben offen Auskunft über Konzepte, Personal, Abläufe und Kosten.
“Der nächste Tag”
- Was der nächste Tag bringt, weiß ich nicht.
- Und genau das ist vielleicht das Einzige an diesem Tag, das nicht nach Routine klingt.
