Ein Tag mit diesem besonderen Gefühl
- Irgendwie bin ich heute mit genau diesem Gefühl aufgewacht, dass der Tag wieder etwas Eigenes, etwas Besonderes mitbringt.
- Noch bevor draußen richtig Leben in den Morgen kam, saß ich schon an meinen Webseiten und habe Wartungsarbeiten am Server erledigt.
- Genau in diesen Momenten zeigt sich, wie gnadenlos Müdigkeit sein kann, denn mir ist ein klassisches Missgeschick passiert.
Auf der spanischen Seite habe ich versehentlich zwei Beiträge gelöscht, ohne vorher ein Backup zu erstellen.
- Ein Backup ist im Grunde nichts anderes als eine vollständige Sicherheitskopie aller Inhalte einer Webseite, also Texte, Bilder, Datenbanken und Einstellungen.
- Es ist die Lebensversicherung jeder Seite.
Wird vor Änderungen ein Backup angelegt, kann man den vorherigen Zustand jederzeit wiederherstellen, selbst wenn Beiträge gelöscht, Dateien beschädigt oder Updates schiefgehen.
- Idealerweise besteht ein Backup aus mindestens zwei Teilen, einmal der Datenbank, in der alle Texte und Einstellungen liegen, und einmal der Dateien, also Themes, Plugins und Bilder.
- Gute Backups werden automatisiert erstellt, regelmäßig überprüft und nicht auf demselben Server gespeichert, damit sie im Ernstfall auch wirklich helfen.
- Ohne Backup merkt man sehr schnell, wie schmerzhaft ein kleiner Klick zur falschen Zeit sein kann, vor allem dann, wenn man nachts kein Auge zubekommt und tagsüber auch nicht wirklich zur Ruhe kommt.
“Der Morgen zwischen Müdigkeit, Facebook und leerem Magen”
- Zum Glück kommt irgendwann immer 8 Uhr und damit auch ein kleines Stück Alltag.
Wie jeden Morgen habe ich zuerst meine langjährige Freundin Petra begrüßt, ein kurzer Plausch, ein Lächeln, das einfach dazugehört.
- Danach habe ich wieder ein lustiges Bild auf Facebook hochgeladen, um meinen Freundinnen und Freunden ein wenig Freude in den Tag zu schicken.
Vor lauter Schreiben, Lachen und Kommentieren habe ich allerdings komplett vergessen, dass ich noch kein Frühstück hatte, was hier ja leider schon fast zur Tagesordnung gehört.
- Auch wenn ich oft über die Küche meckere, eines muss man fairerweise sagen, sie machen trotzdem einen verdammt guten Job.
Der Kaffee kam wie immer, kochend heiß, so heiß, dass ich mir natürlich prompt wieder die Pfoten verbrannt habe.

- Da hilft wirklich nur noch pusten, pusten und noch mehr pusten.
“Ein einfaches Frühstück mit Charakter”
- Dann war es wieder so weit, das Frühstück stand an.

- Eine frische Scheibe Weißbrot, von mir selbst mit Margarine bestrichen, so wie ich es mag.
- Die untere Hälfte habe ich mit einer fantastisch gekühlten, dünnen Scheibe Rollbraten belegt und mit einem Hauch Tabasco veredelt.
- Die zweite Hälfte bekam eine ordentlich gekühlte Teewurst, so kalt, dass das Aufstreichen zur echten Geduldsprobe wurde.
- Aber wie heißt es so schön, wer Qualität will, der muss auch ein bisschen arbeiten.
Direkt danach ging es wieder ins Plaudern mit Petra, zwischendurch habe ich Spam entsorgt.
- Spam sind unerwünschte E-Mails, die massenhaft verschickt werden, oft mit Werbung, Betrugsversuchen oder schädlichen Links.
- Moderne Spamfilter arbeiten automatisch, sie analysieren Absender, Inhalte, Schlüsselwörter und das Verhalten der E-Mail und sortieren verdächtige Nachrichten direkt aus.
- Gute Filter lernen ständig dazu, damit wichtige Mails nicht verloren gehen und der Posteingang übersichtlich bleibt.
Nebenbei habe ich noch zwei extrem wichtige E-Mails geschrieben und zwischendurch mit meiner neuen Freundin auf Skype geplaudert, die immer noch knallrot wird, wenn sie daran denkt, dass ich sie neulich frisch aus der Dusche kommen gesehen habe.
- Ich habe mir das Lachen natürlich verkniffen, zumindest ein bisschen.
“Mittagessen, das nach mehr schmeckt”
- Der Vormittag war schneller vorbei als gedacht und schon stand das Mittagessen auf dem Tisch.
Eine fantastische Suppe mit unzähligen Kräutern und Aromen, bei denen man sich wirklich wünscht, es gäbe endlich ein Video mit Geruch, denn dann würde euch das Wasser im Mund zusammenlaufen.

- Als Hauptgang gab es eine richtig gute Bratwurst mit einer kräftig gezogenen Bratensoße.

Eine gute Bratensoße entsteht aus dem Bratensatz, der beim Anbraten von Fleisch übrig bleibt.
- Dieser Satz wird mit etwas Flüssigkeit, oft Brühe, abgelöscht, langsam eingekocht und immer wieder gerührt, damit sich die Röstaromen lösen.
- Geduld ist dabei alles, denn nur durch langsames Reduzieren verbindet sich der Geschmack zu einer dichten, intensiven Soße.
- Dazu gab es Kartoffeln und etwas Gemüse, wobei ich mich ehrlicherweise auf die Bratwurst konzentriert habe.
- Der Löwensenf war leider leer, aber Tabasco hat auch hier wieder ganze Arbeit geleistet, eine echte Geschmacksexplosion.

- Als Dessert rundete ein gut gekühlter Becher Schoko-Vanillepudding das Ganze ab.
“Schlafmangel als Lebensgewohnheit”
- Nach dem Essen habe ich mir erst einmal etwas Schlaf gegönnt, denn hier muss man jede Minute nutzen.
Nachts schlafen ist für mich ohnehin ein Fremdwort, einfach aus Gewohnheit.
- Wer jahrelang im internationalen Fernverkehr unterwegs war, tagsüber in Spanien geladen und nachts mit dem schweren Lkw quer durch Europa gefahren ist, dessen innerer Rhythmus stellt sich komplett um.
- Der Körper lernt, nachts wach zu sein, Verantwortung zu tragen, Straßen zu lesen und Gefahren einzuschätzen.
- Dieses Muster bekommt man nicht einfach wieder raus, selbst wenn man eigentlich Ruhe braucht.
“Barcelona zwischen Glauben und Farben”
- Zwischendurch habe ich zwei neue Beiträge für die Spanien-Seite erstellt.
Einer handelte von der Sagrada Familia in Barcelona, diesem unglaublichen Bauwerk von Antoni Gaudí, dessen Bau 1882 begann und bis heute nicht vollständig abgeschlossen ist.
- Von innen wirkt die Kirche wie ein steinerner Wald, mit Säulen, die sich wie Baumstämme nach oben verzweigen, durchflutet von farbigem Licht.
Mit ihrer geplanten Höhe von etwa 172,5 Metern wird sie eines Tages das höchste Kirchengebäude der Welt sein.
- Von wegen der Kölner Dom.
Der zweite Beitrag drehte sich um den Park Güell, ebenfalls von Gaudí entworfen.
- Der Park erstreckt sich über rund 17 Hektar und bietet einen atemberaubenden Blick über Barcelona bis hin zum Mittelmeer.
- Von dort oben sieht man die Stadt in ihrer ganzen Weite, ein Ort, an dem man stundenlang verweilen könnte.
“Abendbrot, Diskussionen und klare Ansagen”
- Am Nachmittag verging die Zeit wie im Flug.
Petra grinste wieder, weil ich so wenig Zeit zum Reden hatte, zeigte aber volles Verständnis, schließlich habe ich fest vor, mir mit meinen Webseiten nebenberuflich etwas zur Rente dazuverdienen zu können.
- Abends wurde ich ausnahmsweise nicht vergessen, auch wenn der Ärger schon beim Abendessen begann.

- Das Brot war vor geschmiert, etwas, das ich absolut nicht mag.
- Nach Diskussionen wurde mir das Essen schließlich so serviert, wie ich es wollte.
Ich sage immer, ich kenne meine Rechte, aber auch meine Pflichten.
- Es gab frisches Weißbrot, von mir selbst mit gut gekühlter Margarine bestrichen, belegt mit Käse und Wurst sowie zwei kleinen Mini-Tomaten.
- Mini-Tomaten unterscheiden sich von normalen Tomaten vor allem durch ihre Größe, ihre festere Schale und ihren oft intensiveren, süßeren Geschmack, weil sie mehr Zucker und weniger Wasser enthalten.

- Dazu trank ich wie jeden Abend eine gut gekühlte Buttermilch mit Aprikose.
“WLAN, Freiheit und der Blick nach vorn”
- Dank Christoph Schuch funktioniert das WLAN jetzt endlich zuverlässig, sodass ich mein Handy nicht mehr als Hotspot nutzen muss.
Ein Hotspot bedeutet, dass das Smartphone eine mobile Internetverbindung per WLAN an andere Geräte weitergibt, etwa an einen Amazon Fire TV Stick.
- Dabei wird das monatliche Datenvolumen des Mobilfunkvertrags verbraucht.
Bei einer Flatrate, also einem Tarif mit unbegrenztem oder sehr hohem Datenvolumen, fällt das zwar weniger ins Gewicht, dennoch wird das Handy stark belastet.
- Der Akku muss dauerhaft senden, wird heiß und verliert auf Dauer an Kapazität, weil hohe Temperaturen die chemischen Prozesse im Akku beschleunigen und altern lassen kann.
Zwischendurch habe ich wieder mit Petra geplaudert und auf Facebook für ein paar Lacher gesorgt.
- Morgen geht es erneut auf die Suche nach einem Alten- und Pflegeheim im Großraum Düsseldorf.
- Nach dem Wunsch- und Wahlrecht gemäß § 9 SGB XI habe ich das Recht, mir selbst einen neuen Platz zu suchen, auch wenn das dem Betreuungsgericht in Düren nicht passt.
Was der Tag sonst noch bringt, weiß ich nicht, sicher ist nur, dass mich die Küche wieder nerven wird und dass auf all meinen Webseiten neue Beiträge erscheinen werden, ganz egal ob es um Spanien, ungesundes Leben, Ausbildungen, Beratungshilfe, Kochkultur, Serien, Deutschland oder am Ende doch wieder um Politik geht.
