”Eine lange Nacht, ein ruhiger Tag und viele kleine Routinen”
- Diese Nacht war wieder einmal nahezu ereignislos, weshalb ich mich ganz bewusst und elegant hingelegt habe.
- Das klingt unspektakulär, ist für mich aber seit über sechseinhalb Jahren Alltag, denn ich liege in meinem Pflegebett.
- In solchen stillen Stunden wandern die Gedanken.
- Unter anderem denke ich häufig darüber nach, wie fragil der menschliche Körper ist.
“Der Herzinfarkt”
- Ein Herzinfarkt – medizinisch Myokardinfarkt genannt – entsteht, wenn ein Herzkranzgefäß plötzlich verschlossen wird, meist durch ein Blutgerinnsel infolge arteriosklerotischer Ablagerungen.
- Dadurch wird der Herzmuskel nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt, Herzmuskelzellen sterben ab.
“Die Zahlen”
- In Deutschland erleiden jedes Jahr rund 300.000 Menschen einen Herzinfarkt, typische Symptome sind starke Brustschmerzen, Atemnot, Schweißausbrüche und Übelkeit.
- Je schneller medizinisch eingegriffen wird, desto größer ist die Überlebenschance und desto geringer sind die Folgeschäden.
- Zeit ist in diesem Moment buchstäblich Herzmuskel.
“Fernsehen auf Abruf und musikalische Erinnerungen”
- Da ich ohnehin wach war, konnte ich ganz bequem auf meine Aufzeichnungen bei Waipu.tv zurückgreifen.
“Waipu.TV”
- Waipu.tv ist ein deutscher IPTV-Anbieter mit Sitz in Berlin, der lineares Fernsehen über das Internet bereitstellt.
- Über 250 Sender, Cloud-Aufnahmen und zeitversetztes Fernsehen ermöglichen es, Sendungen flexibel zu konsumieren, unabhängig von klassischen Sendezeiten.
- Besonders als jemand, der früher selbst Berufsmusiker war, greife ich gerne auf Musikformate zurück.
- Eine meiner liebsten Aufzeichnungen ist Sing meinen Song
“Sing meinen Song”
- Sing meinen Song – Das Tauschkonzert, eine Musiksendung des Senders VOX, in der bekannte Musiker gegenseitig ihre Lieder neu interpretieren.

- Dieses Format lebt von Respekt, Kreativität und emotionalen neuen Interpretationen – ein Konzept, das musikalisch wie menschlich berührt.
- Der Morgen beginnt mit Kontakten und Korrespondenz
“Es ist 8 Uhr”
- Gegen 8 Uhr begann der Tag offiziell.
- Ich begrüßte zuerst meine langjährige Freundin Petra.
- Heute, ohne ihre Enkelin, ist sie für 3 Tage nicht bei ihr.
- Danach richtete ich meine Grüße an meine Facebook-Freundinnen und Freunde und prüfte meine E-Mails.
- Vier E-Mails beantwortete ich, zusätzlich schrieb ich meinem Betreuer, den ich sehr schätze.
- Leider fanden sich wieder zahlreiche Spam-Mails im Postfach.
“Spam-Mails”

- Spam-Mails sind unerwünschte, massenhaft versendete Nachrichten, meist mit werblichen, betrügerischen oder schädlichen Inhalt.
- Sie dienen häufig Phishing-Zwecken, also dem Versuch, persönliche Daten zu erlangen, oder enthalten Schadsoftware.
- Moderne Mailserver filtern einen Großteil automatisch, doch ein Rest bleibt fast immer.
- Frühstück, Eiweißbrot und kleine kulinarische Details
“Es ist 9 Uhr”
- Kurz vor 9 Uhr gab es Frühstück.

- Eine Tasse heißer schwarzer Kaffee.
- Zwei aromatische Scheiben Eiweißbrot.
“Eiweißbrot”
- Eiweißbrot ist eine spezielle Brotsorte mit reduziertem Kohlenhydratanteil und einem erhöhten Proteinanteil.
- Es wird meist aus Weizenkleber, Soja- oder Lupinenmehl, Leinsamen und weiteren Saaten hergestellt.
- Entwickelt wurde es vor allem für Menschen, die sich kohlenhydratarm ernähren möchten, etwa im Rahmen einer Low-Carb-Diät.
”Beide Scheiben wurden mit Kerrygold-Butter bestrichen”
- Die linke Scheibe verfeinerte ich mit einer Mischung aus Gewürzketchup, Curry-Geschmack und Mayonnaise, belegt mit einer Scheibe gekochtem Schinken.

- Die rechte Scheibe erhielt Imkerhonig und eine Schicht Speisequark.
- Danach beschriftete ich die gemachten Fotos und lud sie auf meinen Server.
“Digitale Kommunikation und rechtliche Recherche”
- Im Anschluss unterhielt ich mich mit Petra über WhatsApp.
“WhatsApp”

- WhatsApp ist ein weltweit genutzter Messenger-Dienst von Meta, der Textnachrichten, Telefonie, Videoanrufe und den Versand von Dateien über das Internet ermöglicht und besonders wegen seiner Ende-zu-Ende-Verschlüsselung verbreitet ist.
- Danach recherchierte ich intensiv zum Thema Behindertenrecht, da ich perspektivisch ein neues Handy benötige.
“Das Behindertenrecht”
- Das Behindertenrecht in Deutschland ist kein einzelnes Gesetz, sondern setzt sich aus vielen Regelungen zusammen, unter anderem dem SGB IX, dem Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) und der UN-Behindertenrechtskonvention.

- Es regelt Teilhabe, Barrierefreiheit, Nachteilsausgleiche, Assistenzleistungen und Hilfsmittelversorgung.
- Dazu kann unter Umständen auch die Bereitstellung technischer Kommunikationsmittel gehören.
- Mittagessen, Fotos und der Webserver
“Es ist 11:45 Uhr”
- Kurz vor 11:45 Uhr stand das Mittagessen bereit.

- Eine cremige Gemüsesuppe als Vorspeise.

- Danach Rindergulasch mit Knödel und Apfelmus.

- Die Portion war großzügig, sodass ich mich auf das Gulasch beschränkte.

- Als Dessert gab es Müller Milchreis mit Vanillesoße.
“Es ist 15 Uhr”
- Als Kaffeepause gab es:

- Eine Tasse Kaffee und ein Gebäck mit Zitronengeschmack.
- Auch diese Fotos beschriftete ich sorgfältig und lud sie auf meinen Webserver.
“Der Webserver”
- Ein Webserver ist ein Computer oder Dienst, der über das Internet Daten bereitstellt.

- Er speichert Dateien – etwa Bilder oder Webseiten – und liefert sie auf Anfrage an andere Geräte aus.
- Technisch geschieht das über Protokolle wie HTTP oder HTTPS.
“Schlaf, Abend und erneute Gespräche”
- Da die Nacht lang gewesen war, schlief ich anschließend bis kurz vor 18 Uhr tief und fest.
“Es ist 18 Uhr”
- Danach folgte erneut ein Gespräch mit Petra über WhatsApp.
“Das Abendessen”

- Zum Abendessen gab es Weißbrot.
- Ich habe das Weißbrot mit Kerrygold-Butter bestrichen.
- Zudem habe ich eine Mischung aus Gewürz-Ketchup und Mayonnaise auf das Weißbrot gestrichen.
- Als Belag gab es zwei Scheiben Fleischwurst.
- Dazu eine kleine Scheibe Schwarzbrot mit Hackepeter, Cherrytomate, Petersilie und Zwiebeln.

- Als Getränk ein gekühlter Becher Buttermilch mit Erdbeergeschmack.
- Auch hier wurden Fotos gemacht, beschriftet und auf den Server hochgeladen.
“Mein Empfehlung”
- Ein Hinweis an die Leserinnen und Leser und Ausblick!
- Am Abend schaute ich noch kurz bei Facebook vorbei.
- Ich und dachte darüber nach, wie wichtig Vorsorge ist.
- Wer noch Eltern hat, sollte sich frühzeitig mit der Frage nach guten Pflegeeinrichtungen beschäftigen, idealerweise in Wohnortnähe.
- Gespräche mit Bewohnerinnen und Bewohnern geben oft ein ehrlicheres Bild als jede Broschüre.
- Für morgen ist nach der Pflege eine Mobilisierung geplant.
“Die Mobilisierung”

- Als Mobilisierung bezeichnet in der Pflege alle Maßnahmen, die darauf abzielen, die Beweglichkeit eines Menschen zu erhalten oder zu verbessern.
- Dazu gehören passive und aktive Bewegungsübungen, das Aufsetzen, Umsetzen oder erste Schritte mit Unterstützung.
- Ziel ist es, Kreislauf, Muskulatur, Gelenke und das allgemeine Wohlbefinden zu fördern und Komplikationen wie Thrombosen oder Druckgeschwüre zu vermeiden.
