“Die Nacht, die keine Ruhe kennt!”
- Wie in der Vergangenheit geht mir auch heute wieder vieles durch den Kopf, während draußen die Nacht wie ein dunkler, schwerer Mantel über Nideggen liegt.
- Ab und zu kommt jemand vom Pflegeteam herein und wundert sich, dass ich nicht schlafe.
- Sie haben es nach all den Jahren immer noch nicht verstanden, dass man nach Jahrzehnten im Fernverkehr und in der Nachtschicht nachts einfach kein Auge mehr zubekommt.
- Also liege ich wach, lade mitten in der Nacht auf Facebook ein lustiges Video hoch zum Thema Boom! und vertreibe mir die Zeit mit Gedanken, die mal laut, mal leise sind.
“Zwischen Rente, Beratung und Freundschaft”
- Zwischendurch habe ich auch auf meiner Beratungsseite einen neuen Beitrag veröffentlicht – dieses Mal über die deutsche Rente und über die Vor- und Nachteile im Vergleich zu Spanien.
- Um 08.00 Uhr habe ich dann wie so oft mit meiner besten Freundin Petra geplaudert, zwei E-Mails beantwortet und festgestellt, dass man mich auch heute nicht vergessen hat:
- Um 09.00 Uhr gab es Frühstück.
“Ein Frühstück voller Kontraste”

- Wie jeden Morgen gab es zuerst eine Tasse frisch gebrühten schwarzen Kaffees.

- Dazu zwei halbe warme, frische Brötchen.
- Auf das linke kam Kerrygold Butter, eine gut gekühlte Teewurst, verfeinert mit Löwensenf und einigen Tropfen Tabasco.
- Auf das rechte wanderte Zuckerrübenkraut, bedeckt mit magerem Quark.
- Ich liebe dieses Zusammenspiel aus Süße, Säure und Schärfe, und selbst wenn die Nacht kurz war – dieses Frühstück holt mich zuverlässig ins Leben zurück.
- Danach wieder ein Gespräch mit Petra und ein paar weitere Mails, die darauf gewartet haben, beantwortet zu werden.
Und gute Nachrichten:
- Laut Versandbeleg ist der neue Computer endlich unterwegs.
“Die Küche und ihre Geräuschkulissen”
- Zwischendurch ist mir die Küche mit ihrer Lautstärke tierisch auf den Senkel gegangen.
- Manchmal könnte man meinen, es gäbe dort einen Wettkampf, wer den lautesten Topf scheppern lässt.
- Aber wenn man regelmäßig etwas zu tun hat, ist der Vormittag schnell vorbei, und man hat mich auch heute nicht vergessen – anders als in den letzten Wochen, wo das leider zu oft vorgekommen ist.
- Meckern kann man über die Küche, wie man möchte, aber sie machen einen wirklich guten Job.

- Heute gab es eine fantastische Tomatencreme.
“Das Mittagessen und die falsch geschnittene Leber!”

- Als Hauptmahlzeit gab es Kartoffelpüree mit Leber in Soße und feinen Erbsen.
Die Leber allerdings war falsch geschnitten.
- Wenn man Fleisch oder Leber gegen die Faser schneidet, werden die Stücke zarter, da die Muskelfasern kürzer sind und schneller garen.
- Schneidet man mit der Faser, bleiben die Fasern lang, zäh und schwer zu kauen – genau das ist heute passiert.
- Deshalb habe ich die Leber kurzerhand mit der Hand gegessen, sonst wäre sie mir jedes Mal von der Gabel gerutscht.
- Die Erbsen waren fantastisch, das Püree habe ich ausgelassen – es wäre sonst einfach zu viel gewesen.

- Als Dessert gab es eine gut gekühlte Bananencreme mit Schokosplittern, was das Mittagessen wunderbar abgerundet hat.
“Schlaf, Pflege und ein weiteres Lachen!”
- Nach dem Essen habe ich erst einmal zwei Stunden geschlafen.
- Danach fand die Pflege statt, und anschließend habe ich wieder längere Zeit mit Petra gesprochen.
- Auf Facebook habe ich noch ein lustiges Video zum Thema GEZ hochgeladen, und wie immer war das Gelächter groß.
- Zwischendurch mussten natürlich auch wieder Mails geschrieben und beantwortet werden.
- Und irgendwann ist der Nachmittag wie jeden Tag einfach verlaufen.
“Der Abend im Heim”
- Auch beim Abendessen wurde ich heute nicht vergessen.

- Es gab um 18.00 Uhr einen Becher gut gekühlte Buttermilch mit Erdbeergeschmack.

- Dazu wieder eine Schale Bananencreme mit Schokosplittern.

- Eine gut gekühlte Banane, die ich mir für später aufgehoben habe.
- Danach habe ich noch ein weiteres lustiges Video hochgeladen – dieses Mal zum Thema Ganz der Papa!
- Mit Petra geplaudert und mich mit der Enkelin unterhalten, die ich einfach nur knuffig finde.
“Vorfreude und die Last der letzten Wochen”
- Ich freue mich jetzt schon auf den neuen Rechner, damit ich endlich wieder World of Tanks, World of Warships und Armored Warfare zocken kann.
- Doch so gut der Tag auch verlaufen ist, die vergangenen Wochen gehen mir nicht aus dem Kopf – sei es der Vorfall vom 04.09.2025 oder der Schaden an meinem Eigentum vom 01.09.2025.
“Ein Zuhause ohne Zuhause Gefühl“
- Auch wenn das Personal – bis auf eine – in Ordnung ist und ich mit ihnen gut klarkomme, und auch wenn die Küche grundsätzlich gut ist, obwohl sie mich morgens manchmal wahnsinnig macht:
Dieses Alten- und Pflegeheim der Firma Schuch GmbH in Nideggen (bei Düren, in der Eifel) kann ich auf keinen Fall weiterempfehlen.
- Hier ist man nur eine Nummer, von Empathie keine Spur.
- Das ist kein Vorwurf an einzelne Menschen, sondern eine Beschreibung des Systems.
“Was der morgige Tag bringt”
- Was der nächste Tag bringt, weiß ich noch nicht.
Sicher weiß ich allerdings eins:
- Morgen geht mir die Küche wieder auf den Sack.
- Und ich brauche dringend eine Anwaltskanzlei im Großraum Düsseldorf, die mich endlich richtig vertritt.
Dem Betreuungsgericht Düren werde ich jetzt endgültig die Pistole auf die Brust setzen müssen.


Ja, mach das. Damit Du da rauskommt.
Es ist Dein Leben und Gesundheit.