Bevor hier überhaupt irgendetwas startet, mache ich mir erst einmal ganz in Ruhe eine leckere Tasse heißen Cappuccino.

- Das ist so ein kleiner persönlicher Rettungsanker am Morgen, auch wenn wir inzwischen schon den 28.01.2026 haben und dieser Eintrag mal wieder zeigt, dass ich zurzeit definitiv keine Lust habe, irgendetwas zeitnah zu machen.
Warum?
- Mir geht hier im Alten- und Pflegeheim der Firma Schuch GmbH einfach viel zu viel tierisch auf den Sack.
Unzureichende Pflege ist dabei noch das freundlichste Wort, vor allem dann, wenn neue Pflegekräfte aus Zeitarbeitsfirmen auftauchen und ich ihnen ernsthaft erklären darf, wo sich die Pflegestation überhaupt befindet.
- Das ist keine Pflege, das ist eine Farce.
- Aber was will man von sogenannten Fachleuten von dieser Firma schon großartig erwarten.
“Morgendliches Ritual mit Petra und digitaler Alltag”
- Wie jeden Morgen um Punkt 8 Uhr habe ich mit meiner langjährigen und besten Freundin Petra geplaudert.
- WhatsApp funktioniert übrigens erstaunlich gut, selbst dann, wenn ausnahmsweise mal kein dichter Nebel über Thüringen hängt.
Wie ebenfalls an jedem Morgen habe ich ein lustiges Video auf Facebook gepostet, und meine Facebook-Freundinnen und -Freunde hatten wieder ihren tierischen Spaß daran.
- Das Schöne daran ist, dass Humor eben immer noch verbindet, egal wie mies die Umstände sind.
“Frühstück mit Überraschung und ohne Plastik”
- Man soll es kaum glauben, aber man hat mich tatsächlich nicht vergessen, denn um 08:45 Uhr stand das Frühstück auf dem Tisch.

- Es gab wie jeden Morgen eine Tasse heißen schwarzen Kaffee, und den kann man hier wirklich gut gebrauchen.
Dazu zwei frische halbe Brötchen, bestrichen mit Kerrygold-Butter, und hurra, hurra, mal wieder ganz ohne Plastik und Aluminiumfolie.
- Auf dem linken halben Brötchen lagen zwei gut gekühlte Scheiben Wurst.

- Auf dem rechten habe ich Erdbeermarmelade geschmiert und das Ganze mit einer gut gekühlten Scheibe holländischem Gouda abgedeckt.
- Einfach, ehrlich, sättigend.
“Gespräche über Verantwortung und Betreuung”
- Nach dem Frühstück habe ich wieder mit Petra geplaudert, über dieses, jenes und welches.
Besonders intensiv wurde es beim Thema Betreuungsverfahren.
- Ein gesetzlicher Betreuer ist keine Aufpassperson, sondern jemand, der für Menschen eingesetzt wird, die bestimmte rechtliche oder organisatorische Dinge nicht mehr alleine regeln können.

- Dazu gehören zum Beispiel Behördenangelegenheiten, finanzielle Fragen, Gesundheitsentscheidungen oder auch Wohn- und Vertragsfragen.
- Wichtig ist dabei, dass ein Betreuer im Sinne der betreuten Person handelt und nicht über sie hinweg entscheidet.
- Wenn das so umgesetzt wird, wie es besprochen wurde, dann kann das wirklich eine enorme Entlastung sein, und genau darüber waren wir beide sehr begeistert.
“Webseiten, Technik und wachsender Frust”
- Zwischendurch habe ich an meinen Webseiten gearbeitet, wobei ich bei zwei Seiten immer noch am Kleinanzeigen-Bereich festhänge.
Es verdichtet sich langsam der Verdacht, dass ich den ganzen Spaß noch einmal komplett neu aufsetzen darf.
- Wenn man einmal richtig im Stress ist, ist der Vormittag schneller vorbei, als einem lieb ist.
“Mittagessen mit Reimtalent und Küchen-Highlight”
- Und zack, man hat mich schon wieder nicht vergessen, es gab Mittagessen.
- Oh mein Gott, Reimen kann ich also auch noch zum Mittagessen und nicht vergessen.

- Es gab zuerst eine Tasse mit einer heißen, wirklich sehr leckeren Suppe, voll mit verschiedenen Gemüsesorten und Kräutern.
Der absolute Burner war aber das eigentliche Hauptgericht:
- Ein Jägerschnitzel, wie gewünscht.

- Ein Jägerschnitzel ist klassisch ein paniertes Schnitzel, das entweder aus Schwein oder Geflügel besteht und traditionell mit einer würzigen Pilzsauce serviert wird.
In diesem Fall war es mit Pankomehl paniert, was für eine besonders knusprige Hülle sorgt.

- Gebacken wird es, bis die Panade goldbraun ist, während das Fleisch innen saftig bleibt.
- Typische Kräuter sind Petersilie, Pfeffer und manchmal etwas Thymian, je nach Küche.
“Beilagen, Pommes-Wissen und Dessert”
- Als Beilage gab es grüne Bohnen mit Speck sowie Pommes als Feinschnitt.
Der Unterschied zu normalen Pommes liegt vor allem in der Dicke:
- Feinschnitt-Pommes sind deutlich dünner, werden dadurch knuspriger und garen schneller, während normale Pommes dicker und innen oft weicher bleiben.
- Über meine Pommes kamen Salz, Pfeffer und Mayonnaise.

- Als Dessert gab es eine gut gekühlte Schale Stachelbeeren im eigenen Saft.
Stachelbeeren sind kleine, leicht säuerliche Beeren mit einer festen Schale, die besonders erfrischend sind und oft für Kompott oder Desserts verwendet werden.
- Obendrauf war noch eine Haube Sahne, die ich allerdings nicht gegessen, sondern in die Suppentasse verfrachtet habe.
“Gewicht, Zukunftspläne und Mittagsschlaf”
- Es ist schon schlimm genug, dass man hier Portionen ohne Ende bekommt, obwohl jeder weiß, dass ich vom Gewicht runter möchte.
- Das wird sich aber ändern, sobald ich in einem anderen Alten- und Pflegeheim in Düsseldorf bin.
Dort wird die Diät durchgezogen, koste es, was es wolle.
- Nach dem Mittagessen habe ich dann erst einmal zwei Stunden tief und fest geschlafen.
“Pflege, die keine ist, und digitale Flucht”
- Danach kam wieder das Kapitel Pflege, das eigentlich keines ist.
Wenn ich einem Pfleger erklären muss, wie und was er zu tun hat, dann ist das einfach nur traurig.
- Anschließend habe ich wieder mit Petra geplaudert, meine Facebook-Freundinnen und -Freunde besucht und geschaut, wie ihnen die Videos gefallen.
- Nebenbei habe ich weiter an meinen Webseiten gearbeitet und immer noch darüber gegrübelt, was ich mit diesen zwei speziellen Seiten mache.
Da kann einem wirklich die Wutschnur hochgehen.
- Haare ausreißen bringt nichts, und bei mir wäre ohnehin nicht mehr viel zu holen.
Was würde meine verstorbene Sammy sagen?
- Ganz klar: „Papa, du und dein Humor.“
“Schwarzer Humor, Versprechen und letzte Dinge”
- Ich habe ihr damals versprochen, meinen Humor bis zur letzten Sekunde beizubehalten.
- Selbst auf dem Sterbebett, wenn der Priester neben mir sitzt und mir die letzte Ölung gibt, würde ich ihm wohl sagen, er solle seinem Chef da oben Bescheid geben, dass der alte Diener gleich hochkommt und eine ordentliche Party schmeißt.
Die letzte Ölung, korrekt Krankensalbung genannt, ist ein kirchliches Ritual, bei dem schwerkranke Menschen gesegnet und begleitet werden sollen.
- Vermutlich würde mir der liebe Herrgott vorher noch ordentlich die Ohren langziehen, schließlich bin ich seit meinem 21. Lebensjahr aus der Kirche raus und auch offiziell ausgetreten.
“Abendessen, Leberwurst und kleine Sprachkorrekturen”
- Irgendwann war auch der Nachmittag vorbei, und das Abendessen stand auf dem Tisch.
Zwei Schnitten frisches Weißbrot, bestrichen mit Kerrygold-Butter.

- Eine Hälfte ist mit grober Leberwurst belegt, die sich durch ihre deutlich sichtbaren Fleischstücke von der feinen Leberwurst unterscheidet, die cremig und glatt ist.
- Heute habe ich die Leberwurstschnitte ausnahmsweise nicht verfeinert.
Auf der anderen Hälfte landete gut gekühlte Kirschmarmelade, auch wenn ich mir wirklich angewöhnen muss, „geschmiert“ statt „gestrichen“ zu sagen – schließlich ist es ein Lebensmittel und kein LKW.
- Dazu gab es zwei Chicken Nuggets, also kleine panierte Hähnchen Fleischstücke, die außen knusprig und innen zart sind.
- Leider gut gekühlt und dadurch etwas schwer zu beißen, was mit meinen wenigen verbliebenen Zähnen nach dem zweiten Herzinfarkt nicht gerade einfacher wird.

- Als Getränk gab es eine gut gekühlte Dose Buttermilch mit Pfirsichgeschmack.
“Freundschaft, Familie und verflixte Jahre”
- Nach dem Abendessen habe ich wieder mit Petra geplaudert, die Enkelin war leider schon im Bett.
Das Wichtigste ist aber, dass ich alles, was ich esse und trinke, per WhatsApp an Petra schicke, denn darauf besteht die Enkelin.
- Ich liebe es, wenn sie dann jammert und sagt, sie wolle zu mir kommen und mit mir zusammen essen.
Der Kühlschrank bei Petra ist übrigens immer voll, das weiß ich, dafür kennen wir uns viel zu lange.
- Unsere Freundschaft hält mit kurzen Unterbrechungen seit rund 40 Jahren.
- Das muss man erst einmal schaffen.
Mit meinen Ehen habe ich das nicht hinbekommen, dreimal verheiratet und immer wieder dieses verflixte siebte Jahr.
- Der Ausdruck beschreibt die Vorstellung, dass viele Beziehungen oder Ehen nach etwa sieben Jahren in eine Krise geraten.
- Der Ursprung liegt in psychologischen Beobachtungen und wurde durch Filme und Medien populär gemacht.
“Facebook, Wut-Emojis und klare Worte”
- Bevor ich endgültig gute Nacht gesagt habe, war ich noch einmal kurz auf Facebook unterwegs.
Natürlich war wieder eine Spaßbremse dabei, die ich ermahnen musste, denn unter meinen Beiträgen möchte ich keine Wut-Smileys sehen.
- 😡😡😡😡😡
- Diese Emojis signalisieren der Facebook-KI negative Interaktion, was dazu führt, dass Beiträge schlechter ausgespielt und im Stream nach unten verschoben werden.
- Wer mich unterstützen will, lässt diesen Mist einfach.
“Warnung aus Erfahrung und ein offenes Ende”
- Auch wenn der Tag insgesamt ganz okay war, sehe ich mich erneut gezwungen, andere Menschen vor der Firma Schuch GmbH zu warnen.
- Wenn ihr noch Vater oder Mutter habt, die nicht mehr alleine klarkommen, sucht euch bitte ein vernünftiges Alten- und Pflegeheim und nicht dieses hier in Nideggen.
Das ist keine böse Nachrede, das ist Erfahrung.
- Hier ist man nicht nur eine Nummer, hier verschwinden auch regelmäßig private Gegenstände, zuletzt wieder ein Spannbettlaken.
- Ich hoffe sehr, dass diese Irren bis Freitag, dem 30.01.2026, ein neues gekauft und mein Pflegebett neu bezogen haben.
Was der morgige Tag bringt, weiß ich zwar schon, aber lasst euch überraschen.
- Hier ist es wie Weihnachten, nur ohne Geschenke – jeden Tag gibt es etwas Neues zu berichten.
- Und nein, es gibt nichts Vernünftiges zu schreiben, schon gar nichts Positives, auch wenn Herr Christoph Schuch sich das vielleicht wünschen würde.







Nutzer heute : 22
Nutzer gestern : 459
Diesen Monat : 1372
Dieses Jahr : 13127
Gesamtzahl der Nutzer : 23906
Ansichten heute : 24
Wer ist online? : 3
Ich frage mich, wie soll man bei dieser guten Hausmannskost Diät halten ?
Das ist jeden Tag, das Highlight Thema.
Und noch eine Frage, die sich mir stellt, warum kann man keine Diätkost kochen ?
Ich glaube, das Jaky nicht alleine in dieser Einrichtung Diätkost braucht.
Für mich persönlich ist es eine faule Ausrede, das man keine Diätkost kochen kann !!!
Oh, der Freitag rückt immer näher.
Da bin ich gespannt, ob ein neues Spannlaken für die alte Matratze auftaucht.
Apropos Matratze, wo bleibt die neue Matratze, die Frau Schuch beim Einzug von Jaky ausgemessen hat ???