Ein Tag, der viel zu früh beginnt!
- Auch heute habe ich das Tagebuch wieder sehr früh begonnen, weil mir zurzeit einfach viel zu viel durch den Kopf geht.
- Diese ständigen Gedanken lassen einen nicht los, vor allem dann nicht, wenn man sich permanent mit Behörden, Krankenkassen sowie Alten- und Pflegeheimen herumschlagen muss.
- Immer wieder dieselben beschissenen Papiere, immer wieder dieselben Nachweise, immer wieder das Gefühl, sich rechtfertigen zu müssen, obwohl man längst alles eingereicht hat.
Es ist einfach nur nervig und zermürbend.
- Zusätzlich zu dem, was ich bereits erreicht habe, steht für mich fest, dass ich definitiv weitere Alten- und Pflegeheime in Düsseldorf und Umgebung suchen werde.
- Wer mich kennt, weiß ganz genau, dass ich mich ganz sicher nicht auf ein Alten- und Pflegeheim in Mettmann verlassen werde.
“Ein langer Bericht, der nicht mehr warten kann”
- Für Heute Nacht habe ich mir fest vorgenommen, einen sehr ausführlichen Bericht über die letzten Jahre zu veröffentlichen, seitdem ich im Alten- und Pflegeheim der Firma Schuch GmbH untergebracht bin.
- Dieser Bericht wird lang, sehr detailliert und ohne Rücksicht auf Befindlichkeiten sein.
In den kommenden Tagen werde ich außerdem Beiträge neu veröffentlichen, die eigentlich schon einmal online waren, aber nach dem Providerwechsel verloren gegangen sind, weil ich – ja, ganz ehrlich – vergessen habe, ein Backup zu machen.
- Ein Providerwechsel im Bereich Webhosting bedeutet, dass man mit seiner Webseite von einem Hosting-Anbieter zu einem anderen umzieht.
- Dabei werden Server, Datenbanken, E-Mails und Dateien übertragen.
- Wenn dabei keine vollständige Sicherung erstellt wird oder etwas schiefläuft, können Inhalte unwiederbringlich verloren gehen.
- Ein klassischer Anfängerfehler, aus dem man lernt – schmerzhaft, aber nachhaltig.
“Morgendliche Routine und erste Schreibarbeit”
- Wie fast jeden Morgen habe ich heute um 8 Uhr mit Petra über WhatsApp geplaudert.
- Normalerweise ist auch die Enkelin dabei, aber die Kleine war da schon auf dem Weg zur Schule.
Zwischen 8 und 9 Uhr habe ich dann jede Menge Schreibkram erledigt und nebenbei meine Facebook-Freundinnen und -Freunde mit einem lustigen Video beglückt.
- Man hatte mich auch heute nicht vergessen, denn pünktlich um 9 Uhr gab es Frühstück.
“Frühstück mit Fantasie und Geschmack”

- Wie jeden Morgen stand eine Tasse heißer schwarzer Kaffee vor mir, der eher nach Bodensee aussah, weil man fast bis zum Boden schauen konnte, auch wenn das auf dem Foto nicht zu erkennen ist.
- Dazu habe ich mir eine Schnitte Weißbrot geben lassen und sie mit Kerrygold-Butter aus dem eigenen Bestand bestrichen.

- Auf eine Hälfte kam gut gekühlte Mirabellenmarmelade, die anschließend mit einer ebenfalls gut gekühlten Scheibe Gouda belegt wurde.
Mirabellenmarmelade wird aus der Mirabelle hergestellt, einer kleinen, gelben Pflaumenart, die ursprünglich aus der Region Lothringen in Frankreich stammt.
- Dort gilt sie bis heute als kulinarisches Kulturgut.
Die zweite Hälfte des Weißbrotes habe ich mit einer gut gekühlten Scheibe Wurst belegt und mit Knoblauchcreme verfeinert.

- Beide Weißbrotschnitten habe ich anschließend mit Pumpernickel abgedeckt.
- Klingt vielleicht wild, schmeckt aber einfach fantastisch – man muss es wirklich probiert haben.
“Vormittag zwischen Telefon und Webseiten Arbeit”
- Nach dem Frühstück ging das Geplauder mit Petra weiter, während ich fast den ganzen Vormittag versucht habe, meine Hausarztpraxis telefonisch zu erreichen.
Diese Bandansagen treiben einen in den Wahnsinn:
- Wählen Sie das, wählen Sie das, zwanzigmal Klingeln und am Ende die lapidare Ansage, man solle es wegen hoher telefonischer Auslastung später noch einmal versuchen.
Parallel dazu habe ich an meinen Webseiten gearbeitet, denn aktuell habe ich leichte Probleme mit zwei Seiten, bei denen ich noch nicht weiß, wie ich dort vernünftige Shopmodule integrieren soll.
- Shopmodule sind Erweiterungen für WordPress, mit denen man Produkte, Dienstleistungen oder digitale Inhalte verkaufen kann.
- Sie übernehmen Funktionen wie Warenkorb, Zahlungsabwicklung, Versandoptionen und Bestellverwaltung.
- Das bekannteste Beispiel ist WooCommerce.

- Vielleicht sollte ich wirklich mal im WordPress-Fachforum eine Anfrage stellen.
“Mittagessen mit klaren Entscheidungen”
- Wie so oft vergeht der Vormittag schneller, als einem lieb ist, und man soll es kaum glauben – man hatte mich schon wieder nicht vergessen.
- Es gab zunächst eine Tasse heiße Graupensuppe.

- Graupensuppe ist ein traditionelles Gericht, das vor allem in Mitteleuropa verbreitet ist und seine Wurzeln unter anderem in Deutschland und Osteuropa hat.
- Sie besteht aus Graupen, also geschälter und polierter Gerste, kombiniert mit Gemüse und oft Fleisch.
Als Hauptmahlzeit gab es Pommes mit Gyros und Tzatziki.

- Gyros und Tzatziki habe ich natürlich gegessen, die Pommes allerdings stehen gelassen, weil sie mir einfach zu fettig waren.

- Dazu gab es eine nicht besonders gut gekühlte Schüssel Krautsalat, der heute ebenfalls nicht mein Fall war, weshalb ich ihn zurückgehen ließ.

- Als Dessert wurde eine gut gekühlte Schüssel Vanillepudding serviert, allerdings ohne echte Vanille, denn sonst hätte man die kleinen schwarzen Punkte gesehen.
“Schlaf, Pflege und weitere Gedanken”
- Nach dem Mittagessen habe ich erst einmal geschlafen, ganze dreieinhalb Stunden, und diese Zeit hat mir wirklich sehr gutgetan.
- Anschließend fand die Pflege statt und ich habe mich mit Petra über alles Mögliche unterhalten, unter anderem auch über das Alten- und Pflegeheim in Mettmann.
Zwischendurch habe ich immer wieder versucht, in der Praxis anzurufen, bis ich irgendwann die Nase voll hatte und per E-Mail um einen Rückruf gebeten habe, weil ich dringend ein benötigtes Attest brauche.
- Danach habe ich weiter an meinen Webseiten gearbeitet und meine Facebook-Freundinnen und -Freunde noch einmal mit einem lustigen Video unterhalten.
“Abendessen mit Überraschung”
- Dann war der Nachmittag auch schon wieder vorbei, was einer der Gründe ist, warum ich das Tagebuch heute so früh fertigstelle.
Abends gab es eine schöne Überraschung.
- Nicht nur eine Schnitte gut gekühltes frisches Weißbrot mit Kerrygold-Butter, sondern zusätzlich eine Scheibe frischen Holländer Käse, eine Scheibe frischer Salami und eine Scheibe gut gekühlte Wurst.

- Die Wurst habe ich auf der linken Seite platziert und mit Düsseldorfer Mostert verfeinert.
- Auf der rechten Seite lagen der Käse und die Salami, ebenfalls mit Düsseldorfer Mostert verfeinert.
Besonders gefreut hat mich, dass es mitten in der Woche sogar ein Ei dazu gab.
- Das Ei habe ich halbiert und mit Salz, Pfeffer und Maggi gewürzt.

- Als Getränk gab es gut gekühlte Buttermilch mit Erdbeergeschmack.
“Gespräche, Entfernungen und Sehnsucht”
- Nach dem Abendessen habe ich mich noch kurz mit Petra unterhalten und musste wieder lachen, weil die Enkelin erneut gejammert hat, dass sie unbedingt mal zum Essen zu mir kommen möchte.
- Wenn es nicht so weit wäre, hätte ich sofort vorgeschlagen, dass beide mich am Wochenende besuchen, sobald ich wieder eine eigene Wohnung habe.
Die Strecke von Thüringen nach Düsseldorf beträgt je nach Ausgangspunkt etwa 360 bis 420 Kilometer.
Mit der Bahn liegt die Fahrzeit bei einer guten ICE-Verbindung ungefähr zwischen dreieinhalb und viereinhalb Stunden, oft mit mindestens einem Umstieg.
- Für ein Kind ist das einfach zu weit.
- Wäre zwar schön, denn dann würden beide meine süße Maus kennenlernen.
“Klartext zum Abschluss dieses Tages”
- Auch wenn der Tag heute insgesamt gut verlaufen ist, bin ich trotzdem froh, wenn ich hier weg bin.
- Ich muss jedes Kind warnen, das noch einen Vater oder eine Mutter hat, die nicht mehr so können, wie sie eigentlich möchten:
Sucht euch bitte ein anderes Alten- und Pflegeheim, aber nicht die Firma Schuch GmbH in der Eifel.
- Hier ist man nur eine Nummer im System, echte Hilfe gibt es nicht.
1:
Man wird belauscht, weil jemand damals mitbekommen hat, was zwischen Victoria und mir vorgefallen war.
- Sie hatte seit mehreren Monaten keinen Sex mehr.
Zitat:
- Victoria sah mich an und meinte Sie brauche dringend wieder mal etwas zum Ficken.
- Und warum sollte ich da nein sagen?
2:
Ich bin seit über 26 Jahren Single und hatte das letzte Mal im Februar 2020 den letzten Sex.
- Ich wette, dass das der Grund gewesen ist, dass sie die Kündigung bekommen hat!
3:
Dinge verschwinden, Unterlagen sind plötzlich nicht mehr auffindbar, und Verantwortung wird weitergereicht.
- Das ist heute nicht das Hauptthema dieses Tagebuchs, deshalb werde ich dazu bis morgen früh einen separaten Beitrag auf meiner privaten Webseite „Wissen aus Beruf und Leben“ veröffentlichen.
“Ausblick und innere Entschlossenheit”
- Was der morgige Tag bringt, weiß ich noch nicht.
Was ich allerdings weiß, ist, dass ich mich auf kein Alten- und Pflegeheim verlassen werde und morgen mehrere Anschreiben auf den Weg bringe.
- Außerdem bin ich gespannt, was der Psychologe, der für das Betreuungsgericht in Düren bestellt wurde, in seinem Gutachten zu Papier gebracht hat.

- Egal, was dort steht – mich kann niemand zwingen, hier zu bleiben.
Sobald ich umgezogen bin, werden sich einige Leute wundern.
- Jeder bekommt sein Fett weg, ob der erste Betreuer Dieter Clermont aus Heinsberg oder Axel Lüdtke aus Heinsberg.
- Irgendwie kommt aus Heinsberg im Bereich Betreuung nichts Gutes.
Auch die Uniklinik Aachen und das Case Management werde ich mir noch einmal ganz genau vornehmen, denn dort begann damals alles, als ich mit einem Herzinfarkt eingeliefert wurde – und was danach folgte, ist eine eigene Geschichte, die ebenfalls noch erzählt werden muss.

