Ein Donnerstag, der nicht besser anfängt als die Jahre davor!
“Der Morgen im Pflegebett”
- Wie so oft liege ich in meinem Pflegebett und denke über die letzten Jahre nach, und je länger ich darüber nachdenke, desto schlechter wird es.
- Mich ekeln diese vergangenen Jahre einfach nur an, denn man fühlt sich vom Staat, der Krankenkasse und diesen verfickten Behörden im Stich gelassen.
- Ja, ihr habt richtig gelesen — obwohl dieses Wort nicht meine übliche Ausdrucksweise ist, passt es heute einfach.
Ich wusste schon beim Aufwachen, dass heute irgendetwas Besonderes passieren würde.

- Doch bevor ich überhaupt mit dem Schreiben beginne, mache ich mir eine heiße Brühe, wie jeden Morgen um diese Zeit.
“Gespräch mit Petra und Erinnerungen an 40 Jahre Freundschaft”
- Auch heute plaudere ich um Punkt 08:00 Uhr mit meiner besten Freundin Petra.
Wenn ich sage „beste Freundin“, dann meine ich das so, denn wir kennen uns seit über vierzig Jahren.
- Wir lernten uns kennen, als ich noch hinter dem Haus meiner Eltern an den Fahrzeugen geschraubt und diese instand gesetzt habe.
- Seitdem, auch wenn wir uns für viele Jahre aus den Augen verloren und dank Facebook wiedergefunden haben, schreiben und reden wir über dieses und jenes über WhatsApp.
“Ein Frühstück wie ein kleines Ritual”
- Und wieder wurde ich nicht mit dem Frühstück vergessen.

- Es gab wie jeden Morgen eine Tasse heißen schwarzen Kaffee.

- Zwei halbe warme Brötchen.
- Das erste Brötchen habe ich mit guter Butter und gekühlter Leberwurst bestrichen und mit etwas Mayonnaise verfeinert.
- Auf das zweite halbe Brötchen kamen zwei kühle Scheiben Wurst, eine Scheibe Cheddar und ein Hauch Knoblauch-Remoulade sowie ein Klecks Ketchup.
- Wenn die Tube fast leer ist, drückt nun mal Luft heraus — sieht komisch aus, schmeckt aber.

- Dazu gab es ein hartgekochtes Ei.
- Verfeinert mit Salz, Pfeffer und einem Schuss Maggi.
Nach dem Frühstück habe ich wie jeden Tag meine Facebook-Freundinnen und -Freunde mit einem lustigen Video bespaßt, mit Petra über WhatsApp geplaudert, drei E-Mails geschrieben und zwei beantwortet.
- Und wie immer geht auch der Vormittag irgendwann zu Ende, und das Mittagessen steht auf dem Tisch.
“Ein Mittagessen, das die Küche wieder einmal rettet”
- So laut die Küche morgens auch ist, kulinarisch machen sie hier einen richtig guten Job.

- Zuerst gab es eine heiße Suppe mit Kräutern, Gemüse und kleinen Stückchen Fleisch.

- Die Königin des Tisches aber war die gebackene Putenbrust — außen leicht kross, innen saftig.
- Eine gute Putenbrust gelingt, indem man sie zunächst bei hoher Temperatur kurz anbrät oder heiß anrösten lässt, damit sich eine dünne Kruste bildet.
- Danach gart man sie bei mittlerer Hitze weiter, idealerweise im Ofen bei ungefähr 160 bis 170 Grad für etwa 45 bis 60 Minuten, je nach Größe.
Gewürzt wird sie am besten mit Paprika, Knoblauch, Rosmarin, etwas Thymian, Salz und Pfeffer.
- Ein wenig Olivenöl sorgt dafür, dass sie nicht austrocknet.
- Als Beilage gab es einen gemischten Salat aus Bohnen, Erbsen und feinem Spargel in einer cremigen Soße sowie einen lockeren Reis mit feinen Möhrenstückchen.

- Zwei kleine, gut gegarte Mini-Tomaten rundeten das Ganze ab.
Und das Dessert war göttlich:

- Gekühlter Vanillepudding mit Mandarinen, Ananas- und Pfirsichstücken.
- Man könnte sich daran gewöhnen, auch wenn es der Figur nicht unbedingt hilft.
“Ein Nachmittag, der besser wurde als erwartet”
- Nach dem Essen verabschiedete ich mich kurz von Petra und schlief fast vier Stunden — und es tat unbeschreiblich gut.
Wieder wach, musste ich mir erst einmal die Augen wischen oder vielleicht auch nur die Brille putzen.
- Denn die Zugriffszahlen meiner spanischen Webseite haben mich überrascht:
- Auch heute wieder sind fast 1000 Besucherinnen und Besucher auf der Webseite gewesen.
“Ein frühes Abendessen dank gutem Personal”
- Je nachdem, wer Dienst hat, gibt es das Abendessen früher oder später — heute wieder früh.

- Eine kühle Scheibe Weißbrot, mit Margarine geschmiert, darauf links zwei Scheiben Käse mit Ketchup und Mayo, rechts zwei Scheiben Bierschinkenwurst und ein guter Düsseldorfer Mostert verfeinert.
Der Unterschied zwischen Schinkenwurst und Bierschinkenwurst ist einfach:
- Schinkenwurst besteht aus einer feinen Bratwurstmasse.
- Bierschinken dagegen enthält zusätzlich sichtbare grobe Schinken- oder Fleischstückchen und hat dadurch mehr Biss und Aroma.

- Als Getränk gab es eine gut gekühlte Dose Buttermilch mit Erdbeergeschmack.
Dazu eine saftige Mandarine.

Mandarine und Apfelsine werden oft verwechselt, aber sie unterscheiden sich deutlich:
- Mandarinen sind kleiner, süßer, leichter zu schälen und haben weiches Fruchtfleisch.
- Apfelsinen, also Orangen, sind größer, fester und haben eine ausgeprägte Säure.
“Technik, Webseiten und die Freude über eine Rückkehr”
- Nach dem Abendessen habe ich auf meiner Beratungsseite einige Einstellungen geändert und neue Plug-ins installiert.
Ein Plugin ist eine Erweiterung für WordPress, mit der eine Webseite neue Funktionen erhält.
- Durch Plugins laufen WordPress-Seiten flüssiger und schneller, weil sie gezielt Funktionen übernehmen, die ansonsten den Hauptcode belasten würden.
Und dann kam die erfreuliche Nachricht:
- Die alte Kulinarik-Seite wurde endlich übertragen.
- Morgen werde ich sie mit der neuen Seite verlinken.
“Science-Fiction am Abend und ein Blick in die düstere Zukunft”
Nach einem weiteren Gespräch mit Petra habe ich eine neue Staffel von „The 100“ angefangen.

- Sie ist heftig, denn sie zeigt, wie Menschen die Erde durch einen Atomkrieg vernichten und gezwungen sind, in einer Raumstation namens „The Ark“ zu leben.
- Wenn das wirklich unsere Zukunft sein soll — herzlichen Glückwunsch, ihr Idioten von Menschen.
Ich bin eben nicht nur Science-Fiction-Fan, sondern auch Verschwörungstheoretiker.
- Der Satz „Die Menschheit wird sich selbst vernichten“ ist ein Gedanke, der vielen Philosophen zugeschrieben wird, aber besonders oft Jean-Jacques Rousseau und später Albert Einstein zugeschrieben wurde.
- Einstein warnte im 20. Jahrhundert mehrfach davor, dass der technische Fortschritt ohne moralischen Fortschritt unweigerlich zur Selbstzerstörung führt.
“Ein warnender Blick auf den morgigen Tag”
- Was der morgige Tag bringt, weiß ich nicht.
Aber wie jeden Tag richte ich meine Warnung an die Söhne und Töchter da draußen:
- Wenn eure Eltern nicht mehr können, sucht ihnen ein vernünftiges Alten- und Pflegeheim — aber bitte nicht die Schuch GmbH in der Eifel.
- Ab Montag mache ich mich wieder auf die Suche nach einer besseren Einrichtung, und ich werde meine Bedingungen stellen, ohne mich durch einen Papierkrieg erniedrigen zu lassen.
- Diese Woche bekam ich eine E-Mail eines Anbieters für Pflegeheime, die mich fast umgehauen hat.
Wie soll ich zehn Dokumente auf einem Handy ausfüllen und zurückschicken?
- Und ich möchte keinen Betreuer mehr.
- Ich habe zwar einen alten Brother-Drucker mit Scanner im Lager, aber bei dem Zustand meines Eigentums — staubig, feucht, kaputt — kann ich nicht sicher sein, ob der Drucker überhaupt noch funktioniert.

Und bei meinen Gitarren und Verstärkern wird es mir schlecht, wenn ich daran denke.
- Sobald ich eine eigene Wohnung habe, wird ein ehemaliger Musikerkollege aus Erkelenz mein Equipment begutachten.
- Und wehe, da sind Schäden, die nicht reparabel sind — dann wird die Schuch GmbH erleben, wie Herr Diener mit diesem Puff umgeht.

Das leidige Thema “ Fa. Schuch“ müsste doch auch den Chefs auf die Nerven gehen.
Aber wahrscheinlich noch nicht genug.
Hauptsache die Kohle stimmt.
Darum würde ich schon keinen meiner Eltern dort hingeben.