Eine weitere schlaflose Nacht und ein langer Tag voller Gedanken!
“Schlaflose Stunden und das leidige Thema Updates”
- Wie in den letzten Nächten liege ich wieder wach in meinem Pflegebett und ärgere mich über die neuesten Updates.
Der Ärger kommt natürlich auch nur dann, wenn man so ein Ochse ist wie ich und vergisst, das Häkchen bei automatischen „Updates“ zu setzen.

- Die neue EDV hat ebenfalls frische Aktualisierungen bekommen, doch da bin ich seit jeher sehr kritisch und spiele alles grundsätzlich selbst ein.
Der Unterschied ist einfach erklärt:
- Automatische Updates installieren sich selbst im Hintergrund, ohne dass man etwas davon mitbekommt.
- Man hat keine Kontrolle über Zeitpunkt, Inhalt oder eventuelle Fehler.
Manuelle Updates dagegen werden bewusst vom Nutzer gestartet.
- Der Vorteil liegt klar auf der Hand, denn wenn man sie selbst überwacht, erkennt man Probleme frühzeitig, verhindert Abstürze während wichtiger Arbeiten und wählt bewusst den richtigen Moment.
- Kontrolle statt Chaos – das war mir schon immer lieber.
“Ein Gespräch, das unter die Haut geht”
- Von 23 Uhr bis Mitternacht habe ich mit meinem ehemaligen Schwiegersohn in spe über WhatsApp telefoniert.
Der arme Kerl tut mir unendlich leid, denn er leidet noch immer sehr unter dem Tod meiner Tochter.

- Manche Wunden heilen eben nie wirklich, sie verändern nur die Form.
“Ein guter Morgen für Petra und ein lebendiges Enkelkind”
- Um 8 Uhr habe ich dann wie jeden Morgen Petra zuerst einen lieben Guten-Morgen-Gruß geschickt.
Die Enkelin ist für ein paar Tage bei ihrer Mutter, was Petra als Oma natürlich auch mal als wohltuende Auszeit empfindet.
- Die Kleine kann so süß sein, aber sie kann auch ordentlich nerven, wenn sie dazwischen plappert, sobald Petra und ich uns unterhalten.
- Doch so sind Kinder – Herz und Sturmwind in einem.
„Frühstücks (Pünktlichkeit) und ein Küchenteam zwischen Wahnsinn und Genie”
- Um Punkt 9 Uhr wurde ich wieder nicht vergessen, denn das Frühstück stand auf dem Tisch.
- Auch wenn die Damen und Herren in der Küche morgens manchmal nervig sind, machen sie am Ende doch einen geilen Job.
Wie jeden Tag gab es eine Tasse schwarzen heißen Kaffee.

- Enttäuscht war ich nur ein bisschen, weil statt eines warmen Brötchens diesmal nur eine gut gekühlte Scheibe Weißbrot auf dem Teller lag, immerhin mit guter Butter.

- Die linke Hälfte habe ich großzügig mit gekühlter Kirschmarmelade bestrichen, die rechte mit gekühltem Lachsschinken belegt und mit Knoblauchcreme und Tomatenketchup verfeinert.
“Videos für Facebook und ein kleiner Ausflug in alte Erinnerungen”
- Nach dem Frühstück habe ich meine Facebook-Freundinnen und Freunde mit einem lustigen Video bespaßt.
- Während ich dann eine E-Mail diktierte, wurde ich wieder daran erinnert, dass ich noch immer keine Sekretärin im Pflegebett habe.
Wenn es eine gäbe, käme ohnehin nur meine neue Bekannte aus Düsseldorf in Frage, die gerade ihre Ausbildung zur Fachpflegekraft abgeschlossen hat.
Der Grund dafür ist simpel:
- Mir kommt hier kein weibliches Pflegepersonal mehr ins Zimmer, weil man mir unterstellt hat, ich hätte eine Pflegerin belästigt.
Das Gegenteil ist richtig, denn wir haben uns nur über ihre berufliche Zukunft unterhalten.
- Sie wollte die Qualifikation zur Rettungssanitäterin machen – eine Ausbildung, die darauf vorbereitet, lebensrettende Sofortmaßnahmen zu beherrschen, Patientinnen und Patienten zu stabilisieren, Notfallfahrzeuge zu bedienen und Einsätze unter Zeitdruck zu koordinieren.
Da ich jahrzehntelang selbst als Rettungssanitäter im Kreis Heinsberg gearbeitet habe, war es ein Gesprächsthema, das uns beide interessiert hat.
- Mehr war da nicht.
- Ich habe ihr sogar meine Telefonnummer und WhatsApp gegeben, falls sie Fragen hat.
“Mittagessen, Linsensuppe und ein Lieblings Pfleger“
- Der Vormittag war kaum vorbei, da kam das Mittagessen.

- Es gab eine leckere Linsensuppe mit gut gegarten kleinen Stücken Bauchfleisch.
Bauchfleisch ist der Bereich am Schwein zwischen Brustkorb und Hinterlauf, durchwachsen, aromatisch und besonders gut für Suppen geeignet.
- Natürlich schaffen sie es hier nie, die Suppen unfallfrei bis zu mir zu bringen, da schwappt immer etwas über.

- Und selbstverständlich verfeinere ich die Linsen- oder Erbsensuppe immer mit Apfelessig, denn ich liebe dieses Spiel zwischen Süße und Säure.
- Davon habe ich dank Petra übrigens genug für die nächsten hundert Jahre.

- Als Dessert gab es einen gut gekühlten Becher Vanille-Sahnepudding.
Kaum war das Mittagessen beendet, flog die Tür auf und einer meiner Lieblings Pfleger kam herein.
- Mit ihm habe ich immer Spaß und Freude und bringe ihm noch weiter Deutsch bei.
“Ein langer Schlaf und neue Videos”
- Danach habe ich erst einmal gute drei Stunden tief und fest geschlafen.
- Man muss die Ruhe nutzen, denn im Haus ist es selten leise – weder tags noch nachts.
Anschließend gab es wieder lustige Videos für meine Facebook-Freundinnen und Freunde.
“Abendessen und köstliches Zwiebelfleisch”
- Dann klopfte das Abendessen an die Tür.
Zur Auswahl standen Marmelade, Käse oder Zwiebelfleisch.
- Wir hatten viel zu lachen, als man mich fragte, ob ich „Fleisch mit Zwiebeln, das eingelegt gewesen ist“ wolle.

- Zwiebelfleisch ist Schweinefleisch – meist aus dem Nacken oder der Schulter –, das mit Zwiebeln, Salz, Pfeffer, Lorbeerblättern und manchmal etwas Essig mehrere Stunden eingelegt wird und danach langsam gegart wird, bis es zart wird.
- Das Zwiebelfleisch heute war köstlich und perfekt gegart.
Verfeinert habe ich es wie immer mit Düsseldorfer Mostert.
- Der Unterschied zwischen Düsseldorfer Mostert und Düsseldorfer Löwensenf ist schnell erklärt:
- Mostert ist traditionell etwas milder, körniger und aromatischer, während Löwensenf schärfer, glatter und intensiver im Geschmack ist.

- Dazu hatte ich einen gut gekühlten Becher Buttermilch mit Aprikosengeschmack.
“WhatsApp mit Petra und ein neuer Spanien-Artikel”
- Nach dem Abendessen habe ich wie immer mit Petra geplaudert.
Nachdem sie sich verabschiedet hatte, habe ich einen neuen Artikel auf meiner Spanien-Seite eingepflegt – die Seite läuft sensationell gut.
- Diesmal ging es um „Foodspots“ in Barcelona.
Ich kann jedem Barcelona wärmstens empfehlen, denn Barcelona und überhaupt Spanien ist immer eine Reise wert.
- Nachdem ich jahrzehntelang als Berufskraftfahrer und Kraftverkehrsmeister in Europa unterwegs gewesen bin, hat es mich ja schließlich für Jahrzehnte nach Spanien verschlagen.
- Barcelona kenne ich wie meine Westentasche.
“Sehenswürdigkeiten in Barcelona”
- Arc de Triomf, Barceloneta, Basílica de Santa Maria del Mar, Camp Nou, Casa Batlló, Casa Milà (La Pedrera), Catedral de Barcelona, Columbus-Denkmal, Font Màgica, Hospital de Sant Pau, La Boqueria, La Rambla, Mercat de Sant Antoni, Montjuïc, Museu Nacional d’Art de Catalunya, Palau de la Música Catalana, Park Güell, Plaça Catalunya, Plaça d’Espanya, Sagrada Família, Tibidabo, Torre Glòries!
“Ein Fehler der Vergangenheit und der Blick nach vorne”
- Vor einigen Jahren machte ich den Fehler, wegen eines schweren Arbeitsunfalls bei BASF Barcelona – zurück nach Deutschland gegangen bin.

- Wäre ich geblieben, wäre mir wohl viel Elend erspart geblieben.
- Ich bete zu Gott, dass meine Planung für das kommende Jahr funktioniert, denn dann bin ich irgendwann wieder in meiner Heimat Spanien.
Und selbst wenn es nur zu Besuch bei einem meiner ehemaligen Fahrer wäre:
- Dort bin ich herzlich willkommen.
“Eine Warnung, die gesagt werden muss”
Wenn Kinder noch Vater und Mutter haben oder nur einen Elternteil, der nicht mehr kann wie er will, sucht euch bitte ein vernünftiges Alten- und Pflegeheim – aber auf keinen Fall die Firma Schuch GmbH in Nideggen.
- Dort ist man nur eine Nummer.
“Blick auf Montag und ein wichtiges Versprechen”
- Am Montag gehen wieder viele E-Mails an Alten- und Pflegeheime im Großraum Düsseldorf raus.
- Und ich werde auch im Haus Brina in Düsseldorf noch einmal mein Glück versuchen.
Was der morgige Tag bringt, weiß ich nicht, aber ich weiß, dass das Frühstück sicher wieder genial wird.
- Ab Montag werde ich definitiv keine Lebensmittel mehr annehmen, die mit Plastik oder Aluminiumfolie in Kontakt waren.
Für Menschen wie mich mit Herzinfarkt und Niereninfarkt können Weichmacher aus Plastik oder Aluminiumrückstände zu weiteren schweren gesundheitlichen Problemen führen, weil Herz und Nieren Schadstoffe nicht mehr ordentlich filtern können, was zu Entzündungen, Belastungen des Kreislaufs und zusätzlichen Organschäden führen kann.
- Aber wenigstens gibt es wieder ein gutes Frühstücksei oder ein leckeres Rührei.

Ja, die beste Krankheit taugt nichts.
Man muss irgrndwie damit leben.
Ja, ich habe Urlaub und ich geniesse ihn in vollen Zügen.
Ich wette, nein ich weiß es, wenn Du wieder fit bist, fährst Du nicht nur nach Hause, Du bleibst dann dort.
Dein Freund und seine Frau werden Dich herzlich empfangen und versorgen.
Liebe Grüsse nach Cambrils und kommt gut ins neue Jahr.