Wieder eine schlaflose Nacht.
- Ich liege wach im Bett, genau wie in all den letzten Jahren um diese Zeit.
- Die Gedanken drehen sich im Kreis, sie springen von dies zu das und jenes, keiner will ruhig bleiben.
Und natürlich schleicht sich schon wieder dieser alte, beschissene Schmerz mit hinein, der an meine beiden verstorbenen Töchter Sandy und Sammy erinnert – besonders an Sammy, deren Verlust erst im Jahr 2024 passiert ist.

- Es ist, als ob dieser gleiche scheiß Knoten im Magen vor Weihnachten immer wieder hochkommt, egal wie oft ich ihn zu verdrängen versuche.
- Bei Sandy sind schon Jahrzehnte vergangen, und doch sitzt der Verlust tief.

- Diese Situation ist für mich einfach nur schlimm, und irgendwie hatte ich das Gefühl, heute würde noch etwas Besonderes passieren, etwas, das aus der Reihe fällt.
“Der Morgen mit Petra”
- Um acht Uhr früh habe ich dann mit meiner besten Freundin Petra geplaudert.
- Dieses Gespräch gehört zu einem Brauch, den ich nicht mehr missen möchte.
Wir kennen uns jetzt seit etwa 40 Jahren, und das ist eine Freundschaft, wie man sie nur selten im Leben findet.
Und dieses Mal wurde ich nicht vergessen, denn pünktlich um neun Uhr gab es das Frühstück.
- Wie jeden Morgen gab es eine Tasse heißen schwarzen Kaffee, obwohl ich nach so einer Nacht eher eine ganze Kanne hätte gebrauchen können.

- Dieser eine Kaffee hat mich gerade so wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt.
- Dann war da wieder das Thema mit Plastik – der Frühstücksteller war erneut in Plastikfolie eingepackt.

- Ich sag da am besten besser nichts mehr zu.

- Beim Frühstück lagen zwei warme, frisch aus dem Ofen kommende halbe Brötchen vor mir.
- Ich verteilte gute Butter darauf und kämpfte auf der linken Hälfte mit gut gekühlter Teewurst, die so kalt war, dass sie sich kaum aufs Brot streichen ließ.
- Auf der rechten Brötchenhälfte lag gekühlter gekochter Schinken, bedeckt mit Käse aus Holland.
Zusätzlich gab es einen kleinen Babybel-Käse.
- Babybel ist ein halbfester, kleiner runder Schnittkäse aus Kuhmilch, der durch seine rote Wachsverpackung geschützt wird und mild im Geschmack ist – ideal so fürs Frühstück zwischendurch, auch ungekühlt eine Weile haltbar.
“Vormittag und kreative Energie”
- Unmittelbar nach dem Frühstück habe ich natürlich wieder mit Petra weiter geplaudert.
Dann habe ich auf meiner Spanien-Seite einen neuen Beitrag veröffentlicht, der mich selbst fasziniert, weil er zeigt, welche genialen Einfälle es im Bereich Kunststoff- und Plastikverarbeitung geben kann:
- Kleine Kunststoffgehäuse, die auf Wasser schwimmen und das Wasser vor Verdunstung schützen.
Zwischendurch beantwortete ich einige E-Mails und schrieb eine neue, was immer eine gute Struktur in den Tag bringt.
- Auf Facebook war es heute eher ruhig, denn viele meiner Freundinnen und Freunde, die Familie mit kleinen Kindern haben, feiern wahrscheinlich Nikolaus.
In Deutschland ist der Nikolaustag am 6. Dezember zu den wichtigsten Traditionen der Vorweihnachtszeit – Kinder stellen am Abend des 5.
- Dezember ihre geputzten Schuhe vor die Tür, und am nächsten Morgen finden sie Süßigkeiten oder kleine Geschenke darin.
- Obwohl der Nikolaustag kein gesetzlicher Feiertag ist, wird er in allen Bundesländern mit ähnlichen Bräuchen gefeiert und von vielen Familien gepflegt.
- Hier im Hause Schuch geht es aus Gründen der Organisation erst heute.
“Mittagessen und Pflege”
Doch irgendwann geht der Vormittag vorbei und das Mittagessen stand auf dem Tisch:

- Eine gulaschähnliche Suppe.
- Diese war keine klassische Variante mit Schweinefleisch, sondern eine Gulaschsuppe mit Nierchen vom Hirsch.
- Eine kräftige, herzhafte Suppe, die durch das Wildfleisch einen besonders intensiven Geschmack bekommt.

- Als Dessert gab es ein fantastisch gekühltes Erdbeereis, das mir richtig gut tat.
Im Anschluss an das Mittagessen habe ich nicht geschlafen, sondern es fand die Pflege statt – diesmal so, wie es sein sollte und nicht wie gestern, wo ich vergessen worden wäre.
- Unmittelbar danach plauderte ich noch einmal mit Petra, die mir erzählte, dass sie am Nachmittag nicht erreichbar sei, weil sie einkaufen müsse.
- Ich veröffentlichte noch einen weiteren Beitrag auf meiner Spanien-Seite, diesmal über Cádiz, eine der schönsten Küstenstädte Andalusiens, gelegen an der Atlantikküste in der Region Andalusien mit einer einzigartigen Mischung aus Geschichte, Meer und Licht.
- Leider ist selbst so eine schöne Stadt nicht ohne Schattenseite, denn von Nordafrika bis nach Cádiz sind es nur wenige Kilometer über dem Meer, und nicht selten versuchen Menschen, nachts von Afrika aus nach Spanien zu gelangen.
Ich habe die Seite erst am 07.12.2025 eingerichtet, und schon jetzt merke ich, wie gut die Resonanz ist.
- Selbst Petra betonte, dass man beim neuen Webhoster einen deutlichen Unterschied merkt, weil die Seiten schneller und flüssiger ausgeliefert werden – ein Effekt, weil bessere Server, optimierte Caches und schnellere Netzwerke genutzt werden, die Inhalte effizienter bereitstellen, so dass Beiträge inklusive Fotos sofort auf Facebook, WhatsApp und auf der Seite sichtbar sind.
“Plötzlich ist Nikolaus da!“
- Doch kaum war der Nachmittag vorbei, da stand unerwartet der Nikolaus vor der Tür – und das ist kein Scherz!
Er brachte eine Tüte und ein Paket mit folgenden Dingen:
- Eine Dose Mousse au Chocolat von Dr. Oetker.

- Einen karamelligen Nikolaus von Kinder.

- Zwei Gläser Pudding im Glas (einmal mit Karamell und einmal mit Vanille, die sich auch ohne Kühlschrank einige Tage halten.

- Ein Glas Mostert – ein Senf ähnlich dem Düsseldorfer Löwensenf, der für seinen Charakter bekannt ist, aber etwas milder, damit ältere Mitbewohner ihn gut vertragen.

- Traditioneller Düsseldorfer Mostert war über Jahrhunderte ein Symbol rheinischer Würze, dessen Produktion nun aber in andere Städte verlagert wurde.

- Der Nikolaus brachte auch eine Dose Gourmet-Muscheln von Appel, einer traditionellen Fisch- und Feinkost Marke aus Cuxhaven, die für hochwertige Fischkonserven und Meeresfrüchte bekannt ist.

- Ich habe den Nikolaus natürlich fotografiert, und unten rechts im Foto halte ich den kleinen Teddy von den Kindern meiner ehemaligen Pflegerin Viktoria in Ehren.

“Das Abendessen – eine kulinarische Bombe”
- Kaum hatte ich alles einsortiert, da stand schon das Abendessen auf dem Tisch, und es war dieses Mal wirklich eine Granate!
Da ich ja nicht zur Weihnachtsfeier konnte, hat man mir quasi den Keller ins Zimmer gebracht.
Es gab gut gekühlte Spargel-Schinken-Rollen.

- Das sind frische Spargelstücke, umwickelt mit Schinken, oft ergänzt mit Käse und gewürzt, einfach köstlich – dazu ein halbes frisches Mohnbrötchen.

- Auf das eine legte ich die Spargel-Schinken-Rolle, auf das andere gut gekühlten Lachs.

- Daneben gab es einen gut gekühlten Nudelsalat mit etwas Blattsalat und eine Tomate.
Die Krone auf dem Teller war jedoch ein Schweineschnitzel mit Panko-Panade.

- Das Außen herrlich knusprig ist und innen schön saftig bleibt – dafür sorgt das Panko-Paniermehl aus japanischer Küche, das aus hellen, porösen Brotkrumen besteht, die beim Braten besonders knusprig werden.
Ein Foto des gesamten Tellers gibt einen wunderbaren Überblick über dieses Festmahl.

“Später Abend”
- Zwischendurch habe ich abends noch meine Facebook-Freundinnen und Freunde mit einem lustigen Video zum Thema „schön und klug“ unterhalten.
Petra kam relativ spät vom Einkaufen nach Hause – weit nach acht Uhr abends – und da war natürlich keine Zeit mehr für ein weiteres Gespräch, denn man konnte deutlich merken, dass ihr die Luft raus war, was ja auch verständlich ist.
- So schön und so geil dieser Tag auch war, kämpfe ich trotzdem noch immer mit den ganzen Fehlgriffen hier, wie etwa den Lügen über mich und einer jungen Pflegerin.
- Das ist natürlich völlig erfunden und absurd, denn wer mich kennt, weiß ganz genau, dass ich so etwas niemals tun würde.
Und dann ist da natürlich noch der Schaden am Eigentum…
- Auch wenn sich dieses Jahr nichts mehr tun wird, bleibe ich dran und werde im Großraum Düsseldorf ein anderes Alten- und Pflegeheim suchen.
- Ich betone immer wieder, dass die Küche und die Pflege hier wirklich gute Arbeit leisten.
Dennoch kann ich jedem Kind nur empfehlen:
Wenn deine Eltern nicht mehr so können wie sie möchten – sei es wegen Haushalt, Einkauf oder anderem – dann sucht euch bitte ein vernünftiges Alten- und Pflegeheim, aber bitte nicht die Firma Schuch GmbH in der Eifel.
- Und mit diesen Gedanken wünsche ich euch erst einmal einen geruhsamen Start in Richtung Wochenende.
“Ein stilles Wochenende”
- Selbst dann wünsche ich euch ein schönes Wochenende, wenn außer Petra, Hans und Doris eh niemand antwortet.
Natürlich macht mich das sehr traurig, denn bei all den Leserinnen und Lesern, die hier täglich vorbeischauen, ist es wirklich eine überaus traurige Geschichte.
- Ich führe dieses Tagebuch schließlich nicht nur für mich, sondern auch für euch – für die Leserinnen und Leser sämtlicher Nationen.
- Sogar aus dem nahen Ausland und aus den USA schauen Menschen regelmäßig vorbei, und genau deshalb hoffe ich immer auf ein wenig Echo. Trotzdem:
Ein warmes, ruhiges und schönes Wochenende wünsche ich euch allen.

Wie gerne würde ich Dich jetzt mal drücken und ich hoffe, das es im neuen Jahr, alle Wünsche in Erfüllung gehen.