“Ein guter Start nach langer Schlaflosigkeit”
- Der Donnerstag hat vollkommen anders begonnen als die beiden Nächte zuvor, denn endlich konnte ich einmal richtig durchschlafen.
- Nach zwei Tagen ohne echten Schlaf fühlte sich diese erste erholsame Nacht wie ein kleines Wunder an, und so begann der Morgen gleich mit einer ganz anderen Grundstimmung.
Um 8 Uhr habe ich wie jeden Tag mit Petra geplaudert, ein paar liebe Worte ausgetauscht und mich darüber gefreut, dass unser morgendliches Ritual einfach immer seinen Platz behält.
- Danach habe ich auf Facebook meine Freundinnen und Freunde wie gewohnt mit einem lustigen Video zum Lachen gebracht, eine E-Mail beantwortet und eine weitere geschrieben.
Man hat mich also wirklich nicht vergessen, und das fühlt sich immer gut an.

- Wie jeden Morgen gab es eine Tasse schwarzen Kaffee, so heiß, dass ich mir fast die Pfoten verbrannt hätte, doch das gehört bei mir fast schon zum guten Ton.
“Brunchen im Alten- und Pflegeheim”
Wie jeden Donnerstag des Monats stand das traditionelle Brunchen auf dem Plan.
- Brunchen bedeutet in einem Alten- und Pflegeheim nichts anderes als eine liebevoll vorbereitete Mischung aus spätem Frühstück und frühem Mittagessen, bei dem die Bewohnerinnen und Bewohner gemeinsam gemütlich essen, plaudern und ein bisschen Gemeinschaft erleben.


- Für mich gab es zwei halbe frische Brötchen mit guter Butter.
- Das linke Brötchen habe ich mit frischer Mettwurst belegt und ordentlich mit Pfeffer nachgewürzt, während die rechte Hälfte mit Rührei bedeckt war, fein veredelt mit Salz, Pfeffer und einem Spritzer Maggi.
Nach dem Essen habe ich mir noch eine Stunde Schlaf gegönnt und mich danach wunderbar erholt gefühlt.
- Direkt danach fand die Pflege statt, und kaum war diese erledigt, war schon wieder Mittagszeit – und erneut hat man mich nicht vergessen, was langsam zur Gewohnheit wird.
“Ein Mittagessen, das fast keine Suppe mehr war”

- Zu Mittag gab es eine Suppe, die so gut durchgezogen war, dass sie schon fast eher ein Eintopf war.
- Sie war so kräftig und gehaltvoll, dass man sie beinahe mit der Gabel hätte essen können.
Kleine, feine Stücke Rindfleisch, wunderbar gegart, vermischt mit einer ordentlichen Portion knackiger Maiskörner – geschmacklich war das einfach genial.
- Was man hier allerdings immer noch nicht begriffen hat, ist, dass ich seit meiner Magen-OP kein Graubrot mehr vertrage.

- Dafür gab es aber als Alternative eine Müller Milchreis Klassik, und der war wirklich saumäßig lecker.
Nach dem Mittagessen habe ich versucht, mit Petra zu plaudern, aber zwischendurch übermannte mich ein kleines Schläfchen, und so wurde das Gespräch ein wenig holprig.
- Nebenbei habe ich zwei weitere E-Mails versendet und hier und da ein paar Updates eingespielt – darunter auch 25 Stück für mein Samsung S10 Plus, und das zeigt, wie viele Apps bei mir laufen.
“Wenn das Handy länger arbeitet als man selbst”
- Die zahlreichen Updates haben nicht nur die Apps gefordert, sondern auch meine kompletten GMX-Postfächer, die ebenfalls gleichzeitig ihre Aktualisierungen erhalten haben.
- Petra hatte natürlich ihren Spaß daran, dass ich mal wieder kaum mit ihr reden konnte, weil das Handy sich fast eine Stunde lang ausschließlich mit sich selbst beschäftigte.
Allein das anschließende Starten dauerte stolze sechs Minuten.
- Als dann endlich wieder alles lief, bekam ich als Berufsmusiker direkt die Info, dass die Backstreet Boys im kommenden Monat nach Deutschland kommen.
- Wer’s braucht – bitte schön.
Doch auch der Nachmittag ging irgendwann vorbei, und erneut hat man mich nicht vergessen.
- Das scheint mittlerweile wirklich zu einer Art Gewohnheit zu werden.
- Hoffen wir mal nicht, denn dann hätte ich ja nichts mehr zu meckern.
“Ein kräftiges Abendbrot zum Tagesabschluss”

- Um 18 Uhr gab es eine Scheibe Weißbrot, die ich mit Kerrygold Butter aus meinem eigenen Bestand bestrichen habe.
- Darauf kamen zwei Scheiben gut gekühlte Salami und eingelegte Gurken.
- Zwischen Butter und Salami habe ich zusätzlich Kräuterschmierkäse geschmiert, denn erst dann schmeckte das Ganze richtig genial.
- Dazu gab es ein hartgekochtes Ei vom Frühstück, selbstverständlich wieder verfeinert mit Salz, Pfeffer und Maggi.

- Eine gut gekühlte Mandarine

- Ein Becher Buttermilch mit Erdbeergeschmack rundete das Abendessen ab.
Danach habe ich noch kurz mit Petra geplaudert, der kleinen “Gute Nacht” gewünscht und bin selbst wieder eingeschlafen.
- Was der nächste Tag bringt, weiß ich noch nicht – aber dass mir morgens die Küche wieder auf den Keks geht, ist schon jetzt sicher.
“Zwischen Hoffnung, Ärger und der Suche nach Unterstützung”
- Es bleibt weiterhin schwierig, im Großraum Düsseldorf eine Anwaltskanzlei zu finden, die meine Rechte vertritt, auch wenn das Betreuungsgericht Düren es anders sieht.
- Und obwohl dieser Tag relativ gut verlaufen ist – was nicht immer der Fall ist – kann ich nur ausdrücklich vor der Firma Alten- und Pflegeheime Schuch GmbH in der Eifel warnen.
- Hier ist man definitiv nur eine Nummer, und das ist etwas, was ich nicht länger still ertragen möchte.
Mittlerweile überlege ich sogar, Düsseldorf fürs Erste fallen zu lassen und stattdessen im Großraum Aachen und Umgebung bis runter nach Düren nach einem anderen Alten- und Pflegeheim zu suchen.
- Mit dem Betreuungsgericht Düren lege ich mich dabei nur allzu gerne an.


Genauso, wir sind alt genug, das wir uns in unserem Alter nichts gefallen lassen müssen.
Wir haben auch Rechte und die nehmen wir wahr, genauso wie wir ein Leben lang unsere Pflicht erfüllt haben.