“Eine Nacht voller Gedanken”
- Es war keine Nacht wie jede andere, denn mir ging sehr vieles durch den Kopf.
Ich weiß, man soll nicht zurückschauen, sondern immer nach vorne, doch manchmal kann man dieses Gesetz nicht einhalten.
- Die Vergangenheit hat mich gelehrt, dass man von einem Augenblick zum nächsten alles verlieren kann, was man hatte.
2019 hatte ich in Spanien, wo ich gearbeitet und gelebt habe, einen schweren Arbeitsunfall und damit begann das ganze Elend.
- Wer mich als Mensch und Unternehmer kennt, weiß genau, dass ich niemals halbe Sachen mache.
Und dann, Ende Februar 2020, folgten zwei schwere Herzinfarkte, die mein Leben für die nächsten Jahre festgefahren haben.
- Ich war nicht nur schwer krank, sondern bettlägerig und musste rund um die Uhr versorgt werden.
- Kein Mensch kann sich vorstellen, wie belastend es ist, wenn man von jungen Pflegerinnen gewaschen wird, auch im Intimbereich, und man sich als Mann zusammenreißen muss, weil jeder weiß, was ich meine.
Während mir all das wieder durch den Kopf ging, habe ich auf meiner privaten Webseite „Wissen aus Beruf und Leben“ einen Beitrag veröffentlicht, der den passenden Titel trägt:
„Zwei Herzinfarkte und der Beginn eines Albtraums!”
“Ein Blick auf Facebook Reels und Erinnerungen an das Berufsleben”
- Zwischendurch habe ich mir einige Reels angeschaut.
- Bei Facebook sind Reels kurze, vertikale Videos im Hochformat, meist nur wenige Sekunden oder Minuten lang, die humorvolle Inhalte,
- Ereignisse, Musik oder Alltagsszenen zeigen und werden automatisch nacheinander abgespielt .
Genau dort fand ich einen Titel, der zu diesem Moment passte, in dem mir die Vergangenheit wieder durch den Kopf wanderte.
- Jahrzehntelang war ich in Europa unterwegs, als Berufskraftfahrer und Verkehrsmeister, und alles, was mir wichtig war, war von einem Moment auf den anderen verloren.
- Das tut verdammt weh, doch das Leben muss weitergehen.
“Ein Morgen voller Routinen”
- Um 8 Uhr habe ich wie jeden Morgen mit meiner besten und langjährigen Freundin Petra geplaudert.
- Ich habe zwei E-Mails beantwortet und bin froh, dass die Küche – so nervig sie manchmal sein kann – ihre Arbeit gut macht.
Und auch heute wurde ich wieder nicht vergessen.

- Es gab eine Tasse heißen schwarzen Kaffee.

- Zwei halbe frische Brötchen mit gut gekühlter Margarine.
- Das eine belegte ich mit Käse und Lachsschinken, das andere mit kaum streichfähiger Teewurst, verfeinert mit Löwensenf und ein paar Tropfen Tabasco.
Danach schrieb ich wieder mit Petra über WhatsApp und beantwortete weitere E-Mails.

- Ich bin froh über die jahrzehntelange Zusammenarbeit mit GMX, denn eine meiner Adressen wurde geknackt und erfolgreich wiederhergestellt.
In der Vergangenheit gab es auf einer meiner Webseiten täglich bis zu vierzig Versuche, diese zu hacken, meist aus Russland oder Indien, aber dank meiner hohen Verschlüsselung blieb alles sicher.
- SSL-Verschlüsselung bedeutet, dass Daten verschlüsselt übertragen werden, sodass niemand sie unterwegs mitlesen kann.
- Eine hohe Bitrate bei Passwörtern heißt, dass das Passwort komplex und schwer zu knacken ist, weil es aus vielen möglichen Zeichenkombinationen besteht.
“Zwischen Sicherheit, Social Media und alten Prioritäten”
Ich habe mich auf Facebook Freundinnen und Freunde mit lustigen Videos unterhalten.
- Leider kann man dort und auf Instagram kaum noch etwas machen, aber mittlerweile stört mich das nicht mehr.
Ich habe andere Prioritäten gesetzt und nichts mehr mit der Politik zu tun.
- Ich halte mich auch nicht mehr an der langjährigen Freundin meiner 2024 verstorbenen Tochter Samantha fest.
- Viel schlimmer war die Pflegerin hier in Nideggen, die mich monatelang verarscht hat.
- Deshalb habe ich mich entschieden, nach über sechsundzwanzig Jahren weiterhin Single zu bleiben.

- Kurz vor Mittag gab es eine fantastische Tomatencremesuppe, heiß und aromatisch.

- Die Hauptmahlzeit war Rührei, das ich mit Salz, Pfeffer und Maggi verfeinerte.
- Dazu kam cremiger Spinat, den Verona Feldbusch früher den „gewissen Blubb“ genannt hat.
- Die Kartoffeln habe ich weggelassen, denn ich muss versuchen, mein Gewicht zu halten.

- Als Dessert gab es aromatischen, gut gekühlten Schokoladenpudding.
“Mittagsschlaf, Pflege und ein Haus voller Geräusche”
- Nach dem Essen habe ich drei Stunden geschlafen, denn wenn es hier im Haus ruhig ist, muss man das ausnutzen.
- Danach fand die Pflege statt und ich habe wieder mit Petra geschrieben.
Facebook musste ich zwischendurch schließen, denn wenn ein Video gut ankommt, hört man nur noch ein ständiges Ping.
- Das ist schlimmer als Morsen, denn Morsen bedeutet, über kurze und lange Signaltöne Nachrichten zu übermitteln, meist per Funk oder Licht.
Nebenbei habe ich weitere E-Mails gelöscht, denn während das Postfach inaktiv war, hat sich einiges angesammelt.
- Ich hasse ungefragte Werbung.
Deshalb trage ich solche E-Mails als Spam ein.
- Spam bedeutet, dass unerwünschte, meist automatisch verschickte Nachrichten markiert und in den Junk-Ordner verschoben werden.
“Ein später Nachmittag voller Süße, Erinnerungen und einer kleinen Stimme”
- Eigentlich wäre jetzt Abendessen gewesen, doch ich hatte mir vorher einen Cappuccino gemacht und Spekulatius hinein getaucht.


- Petra musste lachen, denn sie liebt dieses Zusammenspiel von Süße und dem weihnachtlichen Geschmack.
Sie passt sehr darauf auf, dass ich nichts bekomme, das Nüsse oder nussähnliche Stoffe enthält, wegen meiner Allergie.
- So ist das, wenn man fast vierzig Jahre befreundet ist.
- Zwischendurch habe ich mich wieder auf Facebook eingeloggt, um zu sehen, was los ist.
Irgendwann ging der Nachmittag zu Ende und Petras Enkelin verabschiedete sich wie immer mit dem Satz:
- „Jaky, ich habe dich lieb.“
Ich weiß, dass ihre Mutter das liest und wahrscheinlich sauer wird, aber ich stehe dazu:
- Kinder machen ist nicht schwer, doch Eltern sein dagegen sehr.
“Ein später Hunger, süße Erinnerungen und warme Birnen”
- Gegen 23:45 Uhr habe ich mir aus meinem eigenen Bestand eine Scheibe Rosinenbrot genommen, sie mit Kerrygold Butter gestrichen und mit zwei verschiedenen Kräuterschmierkäsen belegt.

- Beide Hälften habe ich zusätzlich mit Tomatenketchup bestrichen und zwei Gurkenscheiben dazugelegt.
- Ich liebe das Zusammenspiel von Süße, Säure und dem Geschmack von Ketchup.
- Dazu aß ich eine Birne vom Abendessen, die inzwischen warm geworden war, doch das störte mich nicht.
- Früher, als wir als Kinder auf die Bäume geklettert sind, hingen die Birnen schließlich auch nicht im Kühlschrank.
“Gedanken an die Zukunft und ein letzter Blick auf den Tag”
- Was der nächste Tag bringt, weiß ich nicht.
Aber ich hatte ein minutenlanges Gespräch mit einer jungen hübschen Pflegerin.
- Namen nenne ich keinen, denn der Spion an der Wand hört seine eigene Schande.
Wäre ich nicht bettlägerig und sie nicht so jung, würde ich sie in meine Wohnung einladen, sobald ich wieder eine eigene habe.
- Trotz der Enttäuschungen – der Freundin meiner verstorbenen Tochter und der Russin Victoria – wäre es mit ihr anders.
- Ich könnte mir sogar vorstellen, in meinem Alter noch ein Kind oder zwei zu bekommen.
Aber zuerst muss ich hier raus aus diesem Irrenhaus, und da kann sich das Betreuungsgericht in Düren auf den Kopf stellen und mit den Beinen wackeln.
- Ich suche immer noch eine Anwaltskanzlei im Großraum Düsseldorf, die meinen Fall übernimmt.
- Doch mal sehen, was der nächste Tag bringt.
Sicher ist nur:
- Morgens geht mir die Küche wieder tierisch auf den Sack.


Ja, unsere Gespräche am Morgen sind ein liebgewonnener Bestandteil am Morgen. Ich würde es vermissen. …
So sehr Dich die Küche frühs nervt, um so spannender ist es was sie jeden Tag auf den Tisch bringen.
Es ist nur schade, daß bei der wöchentlichen Bestellung keine Diätgerichte bei sind.
Aber wie ist es in einem Saftladen, da kann man auch nur Saft kaufen und keine Limonade …