Freitag, 06.03.2026

Eine lange Nacht voller Gedanken!

“Eine Nacht voller Gedanken im Pflegebett”

  • Es ist wieder einmal eine dieser Nächte, in denen ich wach in meinem Pflegebett liege und meine Gedanken einfach nicht zur Ruhe kommen wollen.
  • Wenn man so viele Jahre erlebt hat, dann kommt automatisch vieles wieder hoch, Erinnerungen an gute Zeiten, an schwierige Zeiten und an Entscheidungen, die das eigene Leben geprägt haben.
  • Genau aus diesem Grund hatte ich auch zwei Tage lang überhaupt keine Lust, mein Tagebuch zu führen.

”Das kommt zwar selten vor, aber manchmal braucht man einfach eine kleine Pause”

Trotzdem weiß ich natürlich auch, dass ich irgendwo eine Verantwortung gegenüber meinen Leserinnen und Lesern habe, die regelmäßig verfolgen, was in meinem Alltag passiert.

”Um die Nacht ein wenig angenehmer zu gestalten, habe ich im Hintergrund Musik über waipu.tv laufen lassen”

  • Dabei handelt es sich um einen deutschen Streaming-Dienst für Fernsehen über das Internet, der 2016 von der Telekommunikationsfirma Exaring AG gestartet wurde.
  • Der Dienst funktioniert über eine App oder einen Webbrowser und ermöglicht es, klassische Fernsehsender live zu streamen oder Sendungen aufzunehmen und später anzusehen.
  • Mittlerweile bietet der Dienst über hunderte Fernsehsender, darunter öffentlich-rechtliche Programme wie ARD und ZDF sowie viele private Kanäle.
  • Besonders praktisch ist die Cloud-Aufnahmefunktion, mit der Sendungen gespeichert werden können, ohne dass man einen eigenen Recorder benötigt.
  • Wenn man nachts wach liegt und ein bisschen Unterhaltung braucht, ist das eine durchaus angenehme Möglichkeit, sich die Zeit zu vertreiben.

“Der Morgen beginnt wie gewohnt um acht Uhr”

  • Irgendwann wurde es dann langsam Morgen und wie fast jeden Tag begann mein Tag gegen acht Uhr.
  • Der erste Gruß geht bei mir immer an meine langjährige und beste Freundin Petra sowie an ihre Enkelin.
  • Das ist ein festes Ritual geworden.

”Zwischen acht und neun Uhr begrüße ich dann auch meine Freundinnen und Freunde bei Facebook, meistens mit einem kleinen lustigen Video, damit der Tag für alle mit einem Lächeln beginnt”

  • Danach arbeite ich meine E-Mails ab, was ehrlich gesagt manchmal ziemlich nervig sein kann. Ganz egal, wie viele Filter man errichtet – Spam-Mails schaffen es immer wieder in den Posteingang

”Unter Spam versteht man unerwünschte elektronische Nachrichten, die meistens massenhaft automatisch versendet werden”

  • Häufig handelt es sich dabei um Werbung, betrügerische Angebote oder sogenannte Phishing-Versuche, bei denen Kriminelle versuchen, an persönliche Daten wie Passwörter oder Bankinformationen zu gelangen.
  • Studien zeigen, dass weltweit mehr als die Hälfte aller versendeten E-Mails als Spam gelten.
  • Moderne E-Mail-Programme versuchen zwar, mit Filtern und künstlicher Intelligenz solche Nachrichten automatisch zu erkennen, aber ganz verhindern lässt sich das Problem bis heute nicht.

“Ein kräftiges Frühstück gehört einfach dazu”

  • Wie jeden Morgen gab es zunächst eine große Tasse heißen schwarzen Kaffee.
  • Dazu bekam ich zwei frische warme Brötchen.
  • Beide habe ich natürlich mit Butter der irischen Marke Kerrygold bestrichen.

”Auf das erste Brötchen kamen zwei Scheiben gut gekühlter Wurstbelag, verfeinert mit Senf von Löwensenf und einigen Tropfen der berühmten Chilisauce Tabasco”

  • Auf dem zweiten Brötchen lag eine Scheibe Cheddar.

”Cheddar ist ein traditioneller Hartkäse aus England, dessen Ursprung in dem Dorf Cheddar in der Grafschaft Somerset liegt”

  • Der Käse wird aus Kuhmilch hergestellt und reift je nach Sorte mehrere Monate bis mehrere Jahre.
  • Während der Reifung entwickelt er seinen typisch kräftigen, leicht nussigen Geschmack.
  • Anschließend habe ich noch eine Scheibe Salami darauf gelegt und das Ganze ebenfalls mit Senf und etwas Tabasco verfeinert.

”Als kleine Beilage gab es außerdem ein Stück Camembert”

  • Dieser französische Weichkäse stammt ursprünglich aus der Normandie und wird aus Kuhmilch hergestellt.
  • Er reift unter einer weißen Edelschimmelrinde und entwickelt dabei seinen cremigen, leicht würzigen Geschmack.
  • Für meinen Camembert habe ich mir sogar eine kleine Portion Ketchup gegönnt.

“Erinnerungen an Ärzte und vergangene Jahre”

  • Nach dem Frühstück habe ich mich eine ganze Weile mit Petra unterhalten, und wie so oft kamen wir dabei auch auf vergangene Jahre zu sprechen.

”Dabei ging es unter anderem um Frau Dr. Michaela Funken aus dem Selfkant, eine wirklich gute Hausärztin”

  • Immer wenn ich früher zum Einkaufen gefahren bin, habe ich kurz an ihrer Praxis angehalten und geklingelt, um zu fragen, ob ich ihr etwas mitbringen soll.

”Der Selfkant”

  • Der Selfkant liegt ganz im Westen Deutschlands im Kreis Heinsberg in Nordrhein-Westfalen und bildet tatsächlich den westlichsten Punkt der Bundesrepublik.
  • Ganz in der Nähe befindet sich die Stadt Heinsberg, die Kreisstadt des gleichnamigen Kreises.
  • Die Region ist stark ländlich geprägt und liegt direkt an der Grenze zu den Niederlanden.

“Der Weg zur Behandlung in Recklinghausen”

  • Ein besonders wichtiges Thema war für mich auch Frau Dr. Cobanova.
  • Ihr habe ich sehr viel zu verdanken, denn sie hat einen großen Anteil daran, dass ich Ende 2024 in eine Fachklinik nach Recklinghausen gekommen bin.

”Dort wurde nicht nur mein Herz gründlich untersucht, nachdem ich zwei schwere Herzinfarkte hatte, sondern es wurde auch eine bariatrische Operation durchgeführt”

  • Unter einer bariatrischen Operation versteht man einen chirurgischen Eingriff zur Behandlung von starkem Übergewicht, also Adipositas.
  • Bei Bettlägerigkeit von über 6 Jahren bleibt das nicht aus.
  • Dabei werden verschiedene Methoden angewendet, etwa ein Magenbypass oder ein sogenannter Schlauchmagen.
  • Ziel dieser Eingriffe ist es, das Fassungsvermögen des Magens zu verkleinern oder die Nährstoffaufnahme im Darm zu verändern, sodass Patientinnen und Patienten langfristig Gewicht verlieren können.
  • Solche Operationen werden meist nur durchgeführt, wenn andere Maßnahmen wie Diäten oder Bewegung keinen ausreichenden Erfolg gebracht haben und gesundheitliche Risiken durch starkes Übergewicht bestehen.

“Das Mittagessen kommt ins Zimmer”

  • Während Petra und ich noch mitten im Gespräch waren, verging der Vormittag wie im Flug.
  • Plötzlich ging die Tür auf und das Mittagessen wurde hereingebracht.
  • Natürlich wurde es mir gebracht, denn das Essen kann schließlich schlecht alleine zu Fuß ins Zimmer kommen.

”Es gab zunächst eine Terrine mit Zwiebelsuppe”

  • Diese Suppe gehört zu den klassischen europäischen Gerichten und ist besonders in Frankreich sehr bekannt.
  • Die Grundlage besteht aus langsam karamellisierten Zwiebeln, die in Brühe gekocht werden.
  • Häufig wird die Suppe mit geröstetem Brot und überbackenem Käse serviert, was ihr den typischen herzhaften Geschmack verleiht.

Noch mehr gefreut habe ich mich allerdings über das eigentliche Mittagsgericht:

”Kaiserschmarrn”

  • Dieses Gericht ist eine traditionelle Süßspeise aus Österreich und Bayern.
  • Es handelt sich um einen lockeren Pfannkuchenteig, der während des Bratens in kleine Stücke zerrissen wird.
  • Serviert wird Kaiserschmarrn meist mit Puderzucker und häufig mit Apfelmus oder Zwetschgenröster.
  • Der Name geht angeblich auf Kaiser Franz Joseph I. zurück, der diese Süßspeise besonders gern gegessen haben soll.

“Erinnerungen an meine Zeit als Berufskraftfahrer in Österreich”

  • Der Kaiserschmarrn hat bei mir sofort Erinnerungen an meine Zeit als Berufskraftfahrer in Österreich geweckt.
  • Diese Zeit war wirklich großartig.
  • Besonders gut erinnere ich mich an einen kleinen Kiosk am Hafen, bei dem ich oft Halt gemacht habe.

”Dort gab es immer eine hervorragende Bockwurst und einen typisch österreichischen Kartoffelsalat”

  • Der österreichische Kartoffelsalat unterscheidet sich deutlich von der in Deutschland verbreiteten Variante mit Mayonnaise.
  • In Österreich wird er traditionell mit Essig, Öl und Brühe zubereitet.
  • Die gekochten Kartoffeln werden in Scheiben geschnitten und noch warm mit einer Marinade aus Essig, Öl, Senf, Zwiebeln und Brühe vermischt.
  • Oft kommen auch Schnittlauch oder Petersilie dazu.
  • Durch diese Zubereitungsart bleibt der Salat leichter und bekommt seinen typischen, säuerlich-würzigen Geschmack.
  • Damals arbeitete dort auch die Tochter des Kioskbesitzers, ungefähr in meinem Alter, und wir haben zwischendurch ein wenig angebandelt.
  • Zu dieser Zeit war ich noch Single, und deshalb war das natürlich kein Problem.

“Pflege, Fernsehen und der schnelle Nachmittag”

  • Das Einzige, was mich am Mittagessen gestört hat, war die große Portion.

  • Deshalb habe ich nicht alles geschafft.

  • Als Dessert gab es noch eine gut gekühlte Schale Schokoladenpudding mit einem kleinen Blatt aus Marzipan.

”Unmittelbar nach dem Mittagessen kam dann die Pflege”

  • Danach habe ich mich noch kurz mit Petra unterhalten und anschließend wieder einige Aufnahmen über waipu.tv angeschaut.
  • Zwischendurch musste ich natürlich auch meine Freundinnen und Freunde bei Facebook betreuen.
  • Manchmal kommt man sich dabei wirklich vor, als müsste man einen ganzen Sack voller Flöhe hüten.

“Ein einfaches Abendessen und ein langer Tag”

  • Der Tag verging heute unglaublich schnell, und plötzlich stand schon wieder das Abendessen vor der Tür.

”Es gab zwei kleine Scheiben Eiweißbrot”

  • Dieses Brot wird speziell für Menschen hergestellt, die ihre Kohlenhydrataufnahme reduzieren möchten.
  • Im Vergleich zu normalem Brot enthält es deutlich mehr Eiweiß und weniger Stärke, da ein Teil des Mehls durch Eiweißquellen wie Soja, Lupinen oder Weizeneiweiß ersetzt wird.
  • Beide Scheiben habe ich wieder mit Butter von Kerrygold bestrichen.
  • Die eine Scheibe wurde mit Wurst belegt, die andere mit Erdbeermarmelade und einer Scheibe Käse.
  • Dazu gab es noch einen sehr aromatischen Käse- und Wurstsalat.
  • Eine gut gekühlte Dose Buttermilch mit Aprikosengeschmack.

”Das Dessert vom Mittag hatte ich mir übrigens aufgehoben und später gegessen”

Ganz ehrlich:

  • Mir ist es ziemlich egal, was manche Leute darüber denken.
  • Wenn ich etwas nicht schaffe, esse ich es später oder lasse es zurückgehen.

“Fotos für Petra und ihre Enkelin”

  • Wie jeden Tag habe ich Fotos von meinem Frühstück, Mittagessen und Abendessen gemacht und sie über WhatsApp an Petra geschickt.

”WhatsApp”

  • WhatsApp ist ein weltweit verbreiteter Messenger-Dienst, der 2009 gegründet wurde und heute zum Unternehmen Meta Platforms gehört.
  • Über die App können Nutzer Nachrichten, Fotos, Videos, Sprachaufnahmen und Dokumente versenden sowie telefonieren oder Videoanrufe führen.
  • Besonders beliebt ist WhatsApp, weil Nachrichten über das Internet verschickt werden und deshalb keine klassischen SMS-Gebühren anfallen.
  • Petras Enkelin freut sich jedes Mal sehr über die Bilder und möchte immer genau wissen, was es bei mir zu essen gegeben hat.

“Gedanken über Pflegeheime und die Zukunft”

  • Am Abend habe ich noch einmal kurz bei Facebook vorbeigeschaut und währenddessen weiter Fernsehen über waipu.tv geschaut.

”Dabei kam mir wieder ein Gedanke, den ich gerne weitergeben möchte”

  • Wenn jemand diese Beiträge liest und Eltern hat, die irgendwann Pflege benötigen, dann kann ich nur empfehlen:
  • Sucht euch frühzeitig ein gutes Pflegeheim.
  • Sprecht mit den Bewohnerinnen und Bewohnern, schaut euch alles genau an und fragt nach.
  • Nur so bekommt man ein realistisches Bild davon, wie das Leben dort wirklich ist.

“Der Blick nach vorne”

  • Eine Nachricht hat mich heute besonders gefreut.
  • Mein neuer Betreuer hat bereits bei Frau Dr. Cobanova angerufen und sich meine komplette Krankenakte per Fax zusenden lassen.
  • Damit rückt der Tag, an dem ich nach Düsseldorf verlegt werde, immer näher.

  • Und ehrlich gesagt freue ich mich schon darauf.

”Ein neuer Ort bedeutet schließlich auch immer ein neues Kapitel im Leben”

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1 Gedanken zu “Freitag, 06.03.2026”

  1. Ich drücke Dir die Daumen, das es jetzt weiter voran geht.

    Und das Du dann auch Deine persönlichen Sachen wieder bei Dir hast.

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