“Der Blick auf die kommenden Tage”
- Noch einige Tage, dann fängt für mich diese schlimmste Zeit des Jahres wieder an, diese verdammte Weihnachtszeit, die seit über fünfeinhalb Jahren für mich nur noch wie ein verlängertes Gefängnis wirkt.
- Man liegt hier wie im Knast, sieht keine Frischluft, hat keinen echten Alltag und ist trotzdem jeden Tag gezwungen, so weiterzumachen, als wäre alles normal.
Keine Kanzlei, die sich meiner Sache annehmen kann.
- Doch für dieses Jahr muss das ein Ende haben, denn ab dem kommenden Jahr ziehe ich alles durch, was ich mir vorgenommen habe, komme was wolle, und dann wird mir kein Amt und keine Behörde mehr im Weg stehen.
- Wenn es sein muss, kämpfe ich bis zum letzten Atemzug.
- Und dieses Thema mit der Firma Schuch GmbH wird spätestens im Januar oder Februar ein Ende haben.
“Ein Morgen wie viele – und doch nicht gleich”
- Wie jeden Morgen habe ich gegen 8 Uhr mit meiner besten Freundin Petra geplaudert und zwischendurch mehrere E-Mails beantwortet – lästig, aber notwendig.
Kurz vor 9 Uhr stand dann das Frühstück auf dem Tisch.

- Eine Tasse heißer schwarzer Kaffee.

- Zwei halbe frische Brötchen, beide großzügig mit Kerrygold-Butter bestrichen.
- Das linke Brötchen mit gut gekühlter Erdbeermarmelade, darüber eine Scheibe frischer Holländer.
- Das rechte schlicht und einfach mit gut gekühltem gekochtem Schinken.
- Ein einfaches Frühstück ohne Schnick und Schnack.
Danach habe ich allen Facebook-Freundinnen und Freunden sowie allen auf WhatsApp einen liebevollen Guten Morgen geschickt, so wie jeden Tag.
“Vorbereitungen für neue Themen”
- Ich habe mir anschließend einige Videos angesehen, die ich für meine neuen Beiträge benötige.
Es sind wieder wichtige Themen dabei.
In den kommenden Tagen wird es viel um die Bahn und um Modellbahn gehen, aber vor allem um Spanien – die schönsten Strände, echte Reisetipps, nicht aus Reporterhand, sondern aus der Feder von jemandem, der dort wirklich gearbeitet und gelebt hat und mittlerweile jeden Stein fast mit dem Vornamen ansprechen kann.
Natürlich kommt auch die Kulinarik nicht zu kurz, denn ich muss dringend schauen, dass ich mehr Traffic auf die Webseiten bekomme.
- Traffic bedeutet, dass möglichst viele Menschen die Webseite besuchen, darin lesen, klicken, schauen und bleiben.
- Je mehr Besucher, desto attraktiver wird die Seite für potenzielle Sponsoren, die nur dann investieren, wenn sie sehen, dass die Inhalte Reichweite haben und viele Leserinnen und Leser anziehen.
“Ein Mittagessen, das überrascht”
- Der Vormittag ging vorbei, und ohne dass ich klingeln musste, gab es Mittagessen.

Zuerst eine fantastische Curry-Creme als Suppe.
- Eine Curry-Cremesuppe entsteht, indem man Zwiebeln und etwas Knoblauch in Butter anschwitzt, Curry mild oder scharf hinzugibt, anschließend mit Gemüsebrühe ablöscht und das Ganze mit Sahne oder Kokosmilch verfeinert.
- Gewürzt wird mit Kurkuma, etwas Ingwer, Salz, Pfeffer und – je nach Geschmack – einen Hauch Zucker für die Rundung.
Als Hauptmahlzeit gab es Kartoffeln mit Ei überbacken und dazu eine fantastische Champignoncremesoße mit frischen Champignons.

- Eine Champignoncremesuppe bereitet man zu, indem man frische Champignons in Butter anbrät, mit etwas Mehl bestäubt, mit Brühe ablöscht und Sahne angießt.
- Dann kommen Salz, weißer Pfeffer und Muskat (Vorsicht bei Menschen mit Nussallergie)etwas Zitronensaft dazu.
- Am Ende wird alles kurz eingekocht, bis die Soße cremig wird.

- Zum Nachtisch gab es eine gut gekühlte Mascarpone-Creme mit süßen Schattenmorellen im eigenen Saft – himmlisch.
“Ein kurzer Schlaf und ein vertrauter Nachmittags-Rhythmus!“
- Nach dem Mittagessen konnte ich etwas schlafen.
- Jede Minute Schlaf ist hier kostbar und sollte dringend mitgenommen werden.
- Die Pflege kam diesmal relativ spät vorbei, und danach habe ich wieder mit Petra geplaudert – das gehört mittlerweile fest zu unserem Tagesablauf.
“Technikträume und kleine Momente zum Lachen!”
- Ich freue mich jetzt schon auf das neue Soundsystem, denn ständig Filme über Kopfhörer hören zu müssen, ist einfach lästig, zumal das Kabel viel zu kurz ist.
- Und jedes Mal, wenn jemand von der Pflege reinkommt, während ich ein Video höre, kann ich mir natürlich nicht verkneifen zu sagen, dass ich mir gerade Pornos anhöre.
- Ein bisschen Spaß muss sein, sonst hält man das hier nicht durch.
“Kleine Engpässe und ein schneller Nachmittag!”
- Falls sich in den kommenden Tagen jemand wundert, warum ich nichts mehr mit Löwensenf verfeinere:
- Es ist keiner mehr da.
- Passiert selten, aber selbst mir kann mal ein Lebensmittel ausgehen.
- Der Nachmittag war dann auch schnell wieder vorbei, und um 18:30 Uhr stand schon das Abendessen auf dem Tisch.
“Ein einfaches Abendbrot”

- Es gab eine Schnitte frisches Weißbrot, mit Kerrygold Butter bestrichen.
- Die untere Hälfte mit gut gekühlter Erdbeermarmelade, die obere mit gut gekühltem Schinken und einem Schuss Tabasco.
Dazu ein kleiner Babybel, den ich ebenfalls mit Tabasco verfeinert habe.
- Er sah aus wie ein kleines Gesicht.

Als Getränk gab es gut gekühlte Buttermilch mit Aprikosengeschmack.

- Danach habe ich kurz mit Petra und der Kleinen gesprochen und auf Facebook alle Freundinnen und Freunde mit einem lustigen Gefängnis-Video zum Lachen gebracht.
“Gedanken an den kommenden Tag”
- Was der nächste Tag bringt, weiß ich nicht.
- Was ich aber weiß, ist, dass mir morgen früh wieder die Küche auf den Sack gehen wird.
- Den Wecker habe ich mir gestellt, denn ich darf die wichtigen E-Mails nicht vergessen.
“Gedanken, die schwer werden”
- Auch wenn der Tag relativ gut verlaufen ist, gehen mir trotzdem viele Dinge durch den Kopf – vor allem, wie man hier mit dem Eigentum kranker Menschen umgeht.
- Ich kann mich zum Glück noch wehren, aber was ist mit denen, die psychisch oder gerontopsychiatrisch krank sind und sich nicht wehren können?
- Diese Fragen lassen mich in letzter Zeit kaum los.
- Bevor ich hier selbst durchdrehe, werde ich noch einiges zu klären haben.
“Eine Warnung, die ich jeden Tag wiederholen würde!”
- Wie jeden Tag kann ich nur Kindern davon abraten, Vater oder Mutter, die nicht mehr können, wie sie sollten oder wollten, hier bei der Firma Schuch GmbH in der Eifel unterzubringen.
- Denn hier ist man nur eine Nummer im System – und das sage ich aus tiefster Überzeugung.


Ja, ich würde es sehr vermussen, wenn um 8.00 Uhr nicht ein Guten Morgen Gruss käme.
Es ist ein liebgewonnenes Ritual geworden.
Nein, es wird nicht verraten, was wir mit einander sprechen. … Verdammt nochmal, was hindert die Anwaltskanzleien Dich zuvertreten.
Mir kommt es vor, als wenn sie feige sind, sich mit diesem Thema zubefassen.