“Gedanken, die nicht schweigen wollen”
- Schon als ich heute Morgen die Augen geöffnet habe, war mir klar, dass der Donnerstag, der 27.11.2025, wieder einer dieser Tage werden würde, an denen ich viel zu viel über die vergangenen fünfeinhalb Jahre nachdenken muss.
- Die Zeit seit meinen zwei schweren Herzinfarkten ist ohnehin schwer genug.
Dazu kommt die Niereninsuffizienz, die mein Leben bis heute täglich beeinflusst.
- Eine Niereninsuffizienz bedeutet, dass die Nieren ihre Aufgabe nicht mehr richtig erfüllen können, nämlich das Blut zu reinigen und Giftstoffe, die der Körper produziert, auszufiltern.
- Wenn die Nieren das nicht mehr schaffen, kann der ganze Organismus aus dem Gleichgewicht geraten.
- Genau das spüre ich seit Jahren am eigenen Körper.
“Die Monate in Aachen und die Zwangsverlegung”
- Oft denke ich an die fünf Monate im Universitätsklinikum Aachen zurück.
- Diese Zeit war geprägt von Angst, Unsicherheit und völliger Abhängigkeit.
- Am schwersten wiegt bis heute, dass Case Management mich ohne transparente Begründung nach Jülich-Hambach verlegt hat.
- Niemand erklärte mir damals, warum diese Entscheidung getroffen wurde und wer darüber bestimmt hat, wie es mit mir weitergeht.
Als das Heim in Hambach später zwangsweise geschlossen wurde, war es für mich keine Überraschung mehr.
- Die Zustände dort waren alles andere als tragbar.
- Dass ein Pflegeheim durch die Behörden geschlossen werden muss, zeigt deutlich, wie dramatisch die Verhältnisse gewesen sein müssen.
“Das endlose Chaos mit der Schuch GmbH”
- Seit Juli 2023 begleitet mich der Ärger mit der Firma Schuch GmbH.
- Die hausinterne Ärztin bringt mir keinen gesundheitlichen Nutzen und aus der Physiotherapie ist man hier vollständig ausgeschlossen, weil angeblich nirgendwo freie Termine verfügbar sind.
- Dass ich trotz ernsthafter gesundheitlicher Probleme keine angemessene Behandlung bekomme, ist für mich eine der größten Enttäuschungen überhaupt.
Dazu kommen Dinge, die in einem Alten- und Pflegeheim niemals vorkommen dürften:
- Die angeblichen Vorwürfe, die frei erfunden sind, Schäden an meinem Eigentum und eine Umgangsweise, die jeglichen Respekt vermissen lässt.
“Der Tagesbeginn zwischen Routine und kleinen Lichtblicken”
- Wie jeden Morgen habe ich um Punkt 8 Uhr meine langjährige Freundin Petra begrüßt.
- Eine Gewohnheit, die mir Kraft gibt.
Ich habe meine Freundinnen und Freunde auf Facebook mit ein paar lustigen Videos unterhalten, zwei wichtige E-Mails geschrieben und dabei festgestellt, dass ich bei der Schuch GmbH wahrscheinlich genau so gut mit einer Wand reden kann.
- Ich brauche dringend meine Dockingstation aus meinem Bestand, weil der Laptop immer häufiger ausfällt.
- Datenverlust kann ich mir nicht erlauben.
Umso überraschender war es, dass man mich heute nicht beim Frühstück vergessen hat.
- Ich bekam einen heißen schwarzen Kaffee.

- Eine frische Scheibe Weißbrot mit Kerrygold Butter.

- Eine Hälfte belegte ich mit Schmierkäse, einer Scheibe Salami, Löwensenf und einem Spritzer Tabasco.
- Die andere Hälfte bestrich ich mit gut gekühlter Pfirsichmarmelade und legte eine Scheibe holländischen Käse darüber.
- Kleine Rituale, die den Tag ein wenig erträglicher machen.
“Der Magen kämpft – und ich halte dagegen”
- Den ganzen Vormittag über hatte ich starken Druck auf dem Magen.
- Druck auf dem Magen hängt häufig direkt mit der Magensäure zusammen.
- Wenn zu viel Magensäure produziert wird oder sie dorthin gelangt, wo sie nicht hingehört, entsteht dieses belastende Druckgefühl, ein unangenehmer Druck unter dem Brustkorb bis in den Oberbauch hinein.
Trotzdem habe ich zwei E-Mails beantwortet und massenweise Spam gelöscht.
- Auch wenn es mir schlecht geht, zeige ich das niemandem.
- Ich bin kein Jammerlappen.
“Mittagessen und der Versuch, den Tag zu stabilisieren”
- Auch das Mittagessen wurde mir heute nicht vorenthalten, obwohl das hier in den letzten Wochen mehrfach passiert ist.

- Es gab eine heiße, pürierte Erbsensuppe.
- Genau das Richtige, weil ich seit meinem Sturz beim zweiten Herzinfarkt Zahnprobleme habe und mir immer wieder Zähne ausfallen.

- Als Hauptgericht bekam ich ein aromatisches Stück Kassler mit einer kräftigen Soße.
- Wegen der Zähne musste ich es allerdings mit den Fingern essen.

- Das Dessert bestand aus einer luftigen, sahnigen Creme, die locker und fluffig war.
- Locker und fluffig bedeutet, dass die Masse sehr leicht ist, viel Luft enthält und fast schwerelos im Mund zergeht.
- Trotzdem musste ich mich nach dem Essen wieder ausruhen, weil der Druck auf dem Magen eine einzige Katastrophe war.

- Am Nachmittag gab es einen weiteren Kaffee und zwei Plätzchen.
- Man merkt sofort, ob das Personal im Dienst ist, das menschlich ist — oder nicht.
“Ein Nachmittag im Zeichen der Erschöpfung”
- Ich war erschöpft und mein Magen rebellierte den ganzen Tag.
Gegen den Abend hin habe ich beschlossen, mir morgen in der Apotheke etwas gegen Sodbrennen und Völlegefühl mitbringen zu lassen.
- Sodbrennen entsteht, wenn Magensäure zurück in die Speiseröhre fließt und dort brennt.
- Völlegefühl beschreibt das belastende Gefühl, dass der Magen überfüllt ist oder schwer arbeitet — oft eine Mischung aus Druck, Blähungen und Unwohlsein.

- Abends gab es eine gekühlte Buttermilch mit Aprikosengeschmack.

- Eine kleine Schale mit Käse und Petersilie.

- Eine weitere Scheibe frisches Weißbrot mit Kerrygold Butter, Salami, etwas Braten und meinem üblichen Mix aus Löwensenf und Tabasco.
“Der Abend, die Gedanken, die Müdigkeit — und der Ärger”
- Da es mir schlecht ging, war ich kaum bei Facebook aktiv.
- Das fällt natürlich sofort auf, wenn man über 4.900 Freundinnen und Freunde und fast 9.000 Follower hat.
Ich habe noch einmal kurz mit Petra geschrieben, zwei E-Mails verfasst und erneut die Dringlichkeit meiner Dockingstation betont.
- Mein Laptop darf nicht ausfallen, denn in letzter Zeit hatte ich genug Schäden und Verluste.
Die Sache mit der angeblichen Annäherung an eine junge Pflegerin hängt mir ebenfalls nach.
- Ich habe mit ihr lediglich ein Gespräch über Rettungssanitäter geführt.
- Jeder, der mich kennt, weiß, dass ich nie einer Pflegerin zu nahe treten würde.
- Trotzdem spricht hier niemand mit mir darüber.
Was morgen passiert, weiß ich nicht.
- Doch ich weiß, dass mir die Küche morgen wieder auf den Senkel geht und dass es unglaublich schwer ist, eine gute Anwaltskanzlei zu finden.
- Ich habe heute außerdem einen Strafantrag gegen das Betreuungsgericht Düren vorbereitet.
- Ich bin gespannt, wie sie reagieren werden.
Eines aber bleibt:
- Die Alten- und Pflegeheim Schuch GmbH ist kein Ort für Menschen wie mich.
- Hier ist man nur eine Nummer in einem niederträchtigen System, das für psychisch und gerontologische Fälle ausgelegt ist — aber nicht für jemanden wie mich.
Trotzdem habe ich mich zwischendurch immer wieder mal mit der jungen hübschen Pflegerin unterhalten.
- Die Zeit muss ich mir noch nehmen.

Ja, unsere Gespräche sind eine liebgewonnene Tätigkeit.
Die auch mir fehlen würde. …
Jeden Tag bewundere ich Deine Stärke und Deine Kraft.
Ich denke, die Zeit, als Unternehmer und Berufskraftfahrer hat Dich diesbezüglich sehr geprägt.
Und das hilft Dir jetzt.
Ich würde Dir so gerne helfen, aber leider liegen 425 Kilometer dazwischen.
Aber ich bin froh, das wir jeden Tag miteinander reden können. …
Nein, ich würde kein Elternteil in ein solches System geben, wo man nur auf den Profit aus ist. …
Und mittlerweile muss man regelrecht in Deutschland bei den Behörden um Hilfe betteln.
Was unsere ausländischen Mitbürgern ganz freiwillig hinterher geschmissen kriegen.
Und das ist eine Dreistigkeit.